3. Juni 2009 by raucherclub
Fragen und Antworten
Berlin, 3. 6. 09 Mi
Wie gut, daß es das Inet gibt; und ebenso, daß es hier den Raucher-Club gibt. Denn der erteilt in Sekundenschnelle Auskunft bei manch brennenden Fragen wie diese etwa, ‘raucht gerald Depardieu?‘, die jemand in die Suchmaschine eingegeben hat und dann prompt in der Galerie der Raucher landet und dort den genüßlich paffenden Gérard vor die Augen bekommt. Die Frage dürfte damit zweifelsfrei beantwortet sein. Befragen Sie mich also bitte mit einer Antwort. Wenn alle Fragen sich so leicht und eindeutig beantworten ließen ! Aber soviel man auch weiß, die Fragen bleiben – mag die ein oder andere in eim klaren Moment auch eine befriedigende und stimmige Antwort erhalten. Immer wieder irre, wie die Leute auf die Seite hier stoßen, es sind ja beileibe nicht alles Freunde des blauen Dunstes – ganz im Gegenteil — die sich in den Raucher-Club verirren, der sich übrigens schon in der Titelzeile ‚Wider den Irrsinn der Raucherdiskrimierung‘ unmißverständlich kenntlich macht. Oder was soll man von einer Suchanfrage diesen Wortlauts halten – maßnahmen zur eindämmung des Rauchers ? So jemand muß doch denken, im falschen Film gelandet zu sein oder macht er‘s gerade deswegen ? Um den Blutdruck auf Touren zu bringen ? Glaube, das werde ich nie erfahren. Vielleicht ja nur aus Langeweile und weil im Büro gerade nichts los ist. Was weiß ich. Da kommt mir der alte Wehner mit Pfeife und schiefem Mund in den Sinn; und zwar in jener Szene, als er dem bohrend fragenden Aus-Bonn-Berichter Èrnst Dieter Lueg barsch Bescheid gibt: ‚Herr Lüg, Sie wissen nichts ! Ich weiß nichts ! Keiner weiß was ! Punkt. Ausrufezeichen. Schluß aus, Ende der Durchsage. Aber mit einigen spontan eingegebenen Worten oder Spruchfetzen angeln zu gehen, ist ein Vergnügen, das ich zu schätzen weiß und mir immer mal gönne. Man landet dabei auf den verrücktesten Seiten und immer wieder gar nicht mal selten, gelingen sehr interessante Treffer. Man landet dabei nicht bloß auf virtuellen Seiten, sondern im übertragenen Sinne ein wenig im Kopf und somit auch in der Gefühlswelt ihres Creators. Daneben spiele ich dies Spiel auch immer mal, um zu testen ob eine bestimmte Formulierung, eine Titelzeile oder ein Spruch ebenso wie ein reizvolles Sprachbild in den Weiten des Inets schon einmal gedacht und ausgedrückt wurde. Und das ein und andere Mal immer wieder gelegentlich wie bei dem schönen Titel ‚Die Befahrung der Stille‘ erscheint wirklich nur der eine Eintrag; und der ist aus dem eigenen Blogg, wo die Zeile auch steht. Für einen Moment lang ein erhebendes Gefühl. Aber wenn eine bestimmte Prägung, ein Wort oder so, das man selbst in der Mache hatte, wie damals bei dem Dummland-Text, dann mehrfach und irgendwann paarhundert- oder paartausendfach von Gugel aufgeführt werden, freut man sich nicht minder. Weil soviele andere auch ähnliche Schlüsse gezogen und Verknüpfungen hergestellt und eins und eins zusammengezählt haben oder sich auf einmal dieses Sprachgebrauchs bedienen. Dann muß an dem Spruch oder der Abkürzung ja was dran sein ! So gesehen ist das Inet schon ein fantastische Überkreuzmaschine, die Verknüpfungen und Verbindungen möglich macht, die vordem nicht so recht vorstellbar waren. (Über dieses Thema demnächst mehr auf eos-o-ton). Da die Raucherei heute ein bißchen zu kurz gekommen ist und mehr Mittel zum Zweck war, hier nun endlich die zweite Lieferung für die Galerie der Raucher, sintemal Gérard Depardieu sich dort schon ein wenig einsam fühlen dürfte; nur wird es keine scharfe Braut sein, die sich jetzt zu ihm gesellt, sondern mehr ein lustiger, grüner Geselle, der seit Kindertagen schon unser Mitgefühl hat und dem wir nach all dem Ungemach das Pfeifchen doch hoffentlich wohl alle gönnen. Und dem, der es gezeichnet hat, auch. Denn Wilhelm Busch war ein großer Freund des Tabaks und, möglicherweise, ohne diesen auf seine vielen, tollen Ideen, Bildergeschichten und witzigen Ideen gar nicht gekommen. Und den Menschen, vor allem den Kindern seit drei vier Generationen wäre eine Menge an vergnüglicher Unterhaltung vorenthalten worden. Er braucht, wie man lesen kann, den Tabak, um so kreativ und produktiv sein zu können und konzentriert zu arbeiten, gleichermaßen zur Anregung wie zur Entspannung. Und da sage noch jemand, der Tabak habe nur Negatives und Verdrießliches im Gefolge. Aber das wollen die Raucherhasser und militanten Onkels, äh kompromoßlosen Nichtraucher natürlich nicht sehen, geschweige denn anerkennen. Allen passionierten Rauchern und Wilhelm Busch-Freunden diese verschmitzte Hymne auf die Gesundung nach langer Krankheit; herübergereicht in den Farben von Eo.

Drei Wochen war der Frosch sooo krank !
Jetzt raucht er wieder – Gott sei Dank !
…………………………………..
…Musikspur: …Tobackspfeife… J. S. Bach / Notenbüchlein…
Schlagworte: Überkreuzmaschine, Befahrung der Stille, blauen Dunst, Creator, Dummland, Durchsage, eindämmung, falschen Film, Fragen und Antworten, Galerie der Raucher, genüßlich, Gerard Depardieu, Inet, Irrsinn, Raucherclub, Raucherdiskriminierung, Raucherei, Sekundenschnelle, Spruchfetzen, Suchmaschine, Tobackspfeife, Wehner, Wilhelm Busch
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19. Mai 2009 by raucherclub
Berlin, 19. 5. 09 Di
Der letzte Eintrag auch schon wieder weit zuück, woran das wohl liegen mag ? Keine Zeit ? Keine Lust ? Keine Veranlassung ? Kein Bedürfnis mehr ? Oder keine Ideen ? (Ach, Quatsch, das wüßte ich aber.) An mir allein jedenfalls nicht. Oder liegt es schlicht und ergreifend am Wetter und der Jahreszeit ? – nach dem Motto: In der lichten Jahreshälfte juckt mich das alberne, wiewohl umgesetzte Rauchverbot in geschlossenen Räumen nicht besonders. Sicher mit ein Grund, denn für die nächsten Monate kann man mit mehr Gelassenheit auf diese staatlich verordneten Albernheiten herabblicken und sieht außerdem immer gleich etliche ähnlich tickende Zeitgenossen, die ihr Behagen an der wiedergewonnenen Freiheit mit einer Zigarette zwischen den Finger entspannt und gelöst zum Ausdruck bringen. Auf jeden Fall viel weniger verkniffene Gesichter als normal. Endlich kann man als Raucher mit Jowo Goethe am Ende des Osterspaziergangs sagen – Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein und so, wie man es gewohnt ist, genießen. (Obwohl der gerade in diesem Punkte sich wenig zum Fürsprecher eignet, da er in Sachen Rauchen empfindlich wie eine Mimose war. Davon valleicht ein anderes Mal mehr.) Hier kommt also auch die alte Tagebuch-Regel zur Anwendung, wenn es einem gut geht und es auch gut läuft, gehen die Einträge drastisch zurück, weil nämlich das Leben von eim Tag zum anderen so richtig lebendig wird und daher wenig Zeit für andere Dinge, wie etwa darüber schreiben, übrigbleibt. Spielt zweifelsohne mit hinein, sintemal der Raucher-Club auch ohne tagesaktuelle Beiträge und tägliche verbale Absonderungen seine Leser hat und das mit steigender Tendenz. (In der letzten Woche immerhin 250). Aber die sind zumeist stumm wie die Fische – kucken und klicken ein bißchen und ziehen dann grußlos weiter. Dies Schema kenn ich auch von meim Laden. Die meisten, die da vorüberziehen und manchmal an den Kartenständern mit den Sprüchen stehen bleiben, glotzen auf eine ziemlich verständnislose Art und wenden sich alsbald wieder ihren oberwichtigen Besorgungen zu. Im Inet sieht man die Leute (erst mal) nicht, höchstens indirekt als statistische Daten in Analyseprogrammen, doch hier am großen Fenster habe ich sie vor Augen, sehe wie sie kucken, wenn sie mich am grünen, runden Marmortisch vor meinen Blättern sitzen und schreiben sehen… Gründe hat’s sogesehen viele – einen letzten kann ich überdies noch nennen. Diesem nämlich kann der wirklich Interessierte sogar ohne großen Aufwand nachspüren. Habe einen neuen Blogg mit dem einprägsamen und leicht programmatischen Titel NEUE SPRÜCHE… nun endlich angeschoben; und da soll es öfter regnen, pardon regelmäßigeren Niederschlag geben. Schließlich gibt es in dieser verrückten Zeit und in diesem verrückten Lande noch viel mehr Ärgernisse – von den Problemen ganz zu schweigen – als nur dies alberne Rauchverbot.
….Musikspur: Bach, Konzert für vier Cembali / The Amsterdam Baroque Orchestra….
Schlagworte: Albernheiten, Ärgernisse, Behagen, Gelassenheit, Jowo Goethe, keine Zeit, lichte Jahreshälfte, Marmortisch, Mimose, NEUE SPRÜCHE, oberwichtig, Osterspaziergang, Rauchverbot, Tagebuch-Regel, verrückte Zeit
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23. April 2009 by raucherclub
22. 4. 09 Mi
Die Zeit vergeht und “es is scho spät”, wie mal ein östreichischer Liedermacher gereimt hat (glaube André Heller war’s) – und das gleich in doppelter oder dreifacher Hinsicht. Die verstrichene Zeit seit dem letzten Beitrag betreffend, die Uhrzeit grad im Moment (Mitternacht vorbei) und dann auch noch, was die Thematik angeht, nämlich wie lange schon dies leidige Thema die Gemüter bewegt. Konkret, daß Rauchen bzw. der Aufenthalt in rauchgeschwängerter Luft (in Neusprech Passivrauchen genannt) von staatswegen als gefährliche Körperverletzung eingestuft wird, weswegen es in öffentlichen Räumen und öffentlich zugänglichen Lokalitäten erst mal ausnahmslos verboten wurde. Nach dem Motto ‘Der Staat ist um die Gesundheit seiner Bürger besorgt und tut was’. Wie schön; wenn er doch nur bei anderen, viel gravierenderen gesellschaftlichen Problemen und Fehlentwicklungen auch so wachsam wäre und ebenso entschlossen handeln würde ! Aber da heißt die Botschaft dann schlicht ‘Das müssen wir aushalten !’ Nun, wer weiß, was ich meine, der versteht mich. Doch das ist ein anderes Thema; und zwar von wesentlich größerer Tragweite. Nur darf es eben nicht offen ausgesprochen und diskutiert werden. Wie gut, daß es die Raucher gibt, denn die kann man ungestraft an den Pranger stellen; die haben keine Lobby und keinen Zentralrat und werden auch nicht von irgendwelchen Ministern zu Konferenzen geladen… Aber sie sind für bestimmte politische Kreise das Feindbild par excellence. Und das seit etlichen Jahren wie diese lustig gesprochene Meldung aus NYC von 2003 (vor 6 Jahren also) zeigt:
Schade, Fehlanzeige. Hätte ich gerne gebracht. Aber MP3 nimmt er nicht. Was kann man da tun ? Ein Tip wäre nicht schlecht.
Schlagworte: Andre heller, Fehlanzeige, Fehlentwicklung, Feindbild, gefährliche Körperverletzung, Lobby, Mitternacht, Neusprech, Passivrauchen, Pranger, Rauchen, Zeit, Zentralrat
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6. März 2009 by raucherclub
Berlin, 6. 3. 09
Derzeit warten die Raucher schon sehnsüchtig auf den Frühling, was nur zu verständlich ist. Endlich wieder gemütlich draußen unter Menschen an eim Tisch sitzen und nicht mehr geduckt vor der Tür stehen müssen wie weiland Eckensteher Nante, nur weil man in gewissen Abständen gerne mal une cigarette fümieren möchte. Eins muß man der Gegenseite, den hysterischen Rauchgegnern und Verbotsjüngern und -jungfern, allerdings lassen – sie haben ihr Ding über die Jahre “still und leise” (nein ganz im Ggenteil !) vorangetrieben und dann die Politiker und anderen Strategen mit Statistiken, großen Versprechungen in puncto Kostenersparnis für die chronisch kranken Krankenkassen und mit sakrosankten, pardon sich wissenschaftlich nennenden Gutachten, die Gefährlichkeit des Passivrauchens betreffend, so nach und nach auf ihre Seite gebracht; nicht zuletzt weil sie sich als die Stimme der Vernunft und der Wissenschaft auszugeben vermochten und das zieht ja noch immer bei halbgebildeten Opportunisten, die sorgsam darauf achten, nur nicht die neuesten Trends zu verpassen. Dies war aber nur möglich, weil sie zuvor unermüdlich Wühlarbeit betrieben hatten, indem sie mit aggressiven Formulierungen das Image des Rauchers wie die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens unablässig ankratzten und nach und nach überall zum Thema machten. Ausgehend vom Testlabor der Moderne, ich meine Amerika, war es allmählich gar nicht mehr kuhl oder besonders schick zu rauchen und genüßlich an der Fluppe zu ziehen; Raucher waren mit eim Mal stinkende Luftverpester und galten fortan als extrem rücksichtslose Leute, die fahrlässig die Gesundheit friedlicher Bürger durch Passivrauchen aufs höchste gefährdeten. Wirklich ein geschickter Coup, das muß man diesen humorlosen Cräcks schon lassen, so nachhaltig innerhalb weniger Jahre die öffentliche Meinung umzukrempeln. In Abwandlung zu Wilhelm Busch gaben sie die simple Parole aus – Rauchen wird als störend empfunden, weil es mit stinkendem Rauch verbunden. Die Raucher haben sich zunächst nicht groß darum geschert, gewiß, sind notgedrungen den ein oder anderen Kompromiß eingegangen und haben sich auf ihre angestammten Plätze unter Gleichgesinnten in ihre Kneipe zurückgezogen und nach Obelix-Manier immer mal ‘Die spinnen, die Nichtraucher !’ geseufzt. Aber man war fortan mit eim schlechten Immitsch behaftet; und genau das ist das Problem bis heute. Dabei ist Rauchen eine kulturelle Errungenschaft, ein Kulturgut wie Musik, gutes Essen usw. und eine Quelle des Behagens und der Geselligkeit, wie es zB. auf meim Raucherschild ‘Rauchen kann gemütlich sein’ heißt. Was alles von diesen Knalltüten jedoch systematisch vom Tisch gewischt wird und so gar nicht in der Diskussion berücksichtigt wird. Überspitzt geht es denen nur um Süchtlinge, die man mit gewissen Repressionen vor sich selber bewahren müsse. Dies schlechte Image ist nun genau der Punkt, an dem angesetzt werden muß; und das gilt es nachhaltig zu verändern. Denn unter den Rauchern, egal ob man nun an lebende oder schon tote denkt, gibt es so viele Geistesgrößen und famose Gestalten, die dem Knaster frön(t)en, daß man sich als Raucher ob dieser Gemeinsamkeit alles andere als schämen muß. Langer Rede kurzer Sinn, damit man sieht, daß es bei weitem nicht die schlechtesten und unkreativsten Leute sind, die mit Genuß einen glimmenden Stengel zum Munde führen, möchte ich nun hier im Raucher-Club eine Galerie der Raucher einrichten. Der erste in dieser Reihe ist der ungemein vitale Gérard Depardieu, dieser urwüchsige Kelte, der in seinen Filmen immer so stark als ein Charakter, ja als ein ganzer Kerl präsent ist. Das Magazin vom deutsch-französischen Sender Arte hat sich im November wirklich etwas getraut – dafür Bravo – und den Genußmenschen Depardieu absolut stimmig in dieser eindeutigen Pose aufs Titelblatt gebracht. Die Redakteure mußten, wie es heißt, teils heftige Kritik von aufgehetzten Nichtrauchern entgegennehmen, die sich schon von eim Foto eines Rauchers belästigt fühlen, obwohl in eim solchen Falle von Passivrauchen überhaupt keine Rede sein kann.

Galerie der Raucher: Gerard Depardieu (Quelle: www.arte-magazin.de.
Schlagworte: Akzeptanz des Rauchens, Arte-Magazin, Eckensteher Nante, fümieren, Fluppe, Genußmensch, Gerard Depardieu, humorlose Cräcks, Immitsch, Kostenersparnis, kranke Krankenkassen, Kulturgut, Luftverpester, Obelix-Manier, Opportunisten, Passivrauchen, Testlabor der Moderne, une cigarette, Verbotsjünger, Wühlarbeit, Wilhelm Busch
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3. März 2009 by raucherclub
Berlin, 2. 3. 09 Mo
So verbissen (wie weltfremd und verbotsgeil) die Nichtraucherlobby kämpft, allen voran die mit öffentlichen Ämtern bestallten – die Kommissare, die Minister und sonstigen Beauftragten, angefangen vom Moloch in Brüssel bis ganz hinunter zur kommunalen Ebene – ist wohl nicht mit einer schnellen Beruhigung der Lage zu rechnen. Es sind einfach zu viele mediengeile Ökofrettchen im Verbund mit idiologisch imprägnierten Zeitgeistadvokaten unterwegs, die auf diesem Ticket reisen, um endlich als engagierte Menschheitsbeglücker in das gesellschaftliche Rampenlicht vorzustoßen und mit diesem Kampf gegen die Gefahren des Rauchens (der eigentlich mehr eine Kriegserklärung an die Raucher darstellt), dem eigenen Leben dauerhaft Sinn und Aufgabe zu verleihen; mit dem angenehmen Nebeneffekt daß dieses bewunderungswürdige Engagement gleichzeitig noch schön was abwirft – eben die Vorkämpfer mit Karriere und Wischtischkeit belohnt; schöne Einladungen inklusive. Mit denen wird es also keinen vernünftigen Kompromiß, keine Regelung geben, die um Ausgleich bemüht ist; sie wollen die Totallösung (huch, fast hätte ich ein verbotenes Wort benutzt), sie wollen dem vermeintlichen Übel die Wurzeln kappen und es ein für alle Mal aus der Welt schaffen; daher machen sie auch von Schritt zu Schritt die Räume enger mit der ziemlich brachialen Strategie verbieten, verteuern, verteufeln. Wenn man das nur eine Weile konsequent durchzieht und nicht wankelmütig wird, kann man die Menschheit von eim üblen Übel befreien; und am Ende werden es einem die Menschen ganz sicher auch danken. Von derart Gedanken befeuert schreiten sie zur Tat und fühlen sich, weil sie die Politluschen auf ihre Seite gebracht haben, im Aufwind. Ein solcher Impetus flammt, wie es scheint, von Zeit zu Zeit und da und dort immer mal auf. O Bama hat letztens ja auch ins selbe Horn gestoßen. Wie das ? Nun, er hat wie in den Nachrichten berichtet wurde, eine soziale Großtat folgenden Inhalts verkündet, nämlich daß alle Kinder aus prekären Verhältnissen demnächst kostenlose medizinische Versorgung erhalten sollen. Kein Zweifel, ein netter Zug des neuen Präsidenten; nur der zweite Satz dieser Meldung lautete in etwa so : Die Kosten des Programms von so’nsoviel Milliarden sollen durch eine drastische Erhöhung der Tabaksteuer aufgebracht werden. Das ist Politik. Man kucke sich einfach eine relativ zahlreiche Gruppe aus, mache gezielt Front gegen diese, daß sie wegen fortgesetzten asozialen Handelns quasi am Pranger steht und verkünde dann soziale Wohltaten, die dann im Grunde die unbotmäßige Gruppe, die Uneinsichtigen und Störenfriede, in diesem Falle also die bösen Luftverpester, die Raucher, sozusagen als eine Art Strafsteuer mit jedem neuen Päckchen bezahlen sollen.
Leider kann man mit Rauchgegnern, ich meine Nichtraucher mit Sendungsbewußtsein, eben keine Friedenspfeife rauchen, um einen fairen Kompromiß, einen vernünftigen Ausgleich jenseits von Hysterie und totaler Gehässigkeit in einer kultivierten Art zu besiegeln, wie es zB. die so stark naturverbundenen Indianer pflegten. Denn erstens geht ihnen schon allein die Vorstellung, an einer Pfeife zu ziehen und ekelhaften, eminent gesundheitschädlichen Rauch einzuatmen fundamental so sehr gegen den Strich und zweitens haben sie eh für Rituale nichts übrig. Gut, daß der Frühling nun schon halb in der Tür steht; dies Wochenende hat zumindest schon einen Vorgeschmack davon gegeben. Denn mit dem befreienden Lenz öffnen sich die Räume für die Raucher nun wieder immens. Freu mich schon auf die erste Zigarette im Straßencafé … Auf der Straße zu rauchen, hat nicht so Stil und ist auch kein echter Genuß; merk ich immer wieder.
Schlagworte: Friedenspfeife, Gefahren des Rauchens, Gehässigkeit, Indianer, Kommissar, Kriegserklärung, Luftverpester, mediengeiles Ökofrettchen, Menschheitsbeglücker, Moloch in Brüssel, Nichtraucherlobby, O Bama, Politluschen, Sendungsbewußtsein, soziale Wohltaten, Strafsteuer, Tabaksteuer, Totallösung, verbotsgeil, weltfremd, Wischtischkeit, Zeitgeistadvokaten
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4. Februar 2009 by raucherclub
Berlin, 4. 2. 09
Und, hat Ihnen das Gedicht von Johann Friedrich Riederer gefallen ? Ist doch ganz pfiffig, oder nicht ? Claro, hat ja auch mit einer Pfeife zu tun. Die Form allerdings, in der es (bis dato) zu lesen ist, das geb ich gerne zu, ist ziemlich grausig grauselig. Tja, ich steh halt mit dieser komischen Softwär hier auf Kriegsfuß, aber wird demnächst in eine angemessene, ja stilechte Form gebracht; versprochen. Doch die Verse selbst sind schön locker und ausnehmend witzig, die Sprache natürlich etwas angestaubt, wie sollte es anders sein, und dabei auf eine Weise kurios, daß es schon wieder originell rüberkommt. Das Gedicht ist aus eim schöngemachten Büchlein mit dem sympathischen Titel TABAKIANA. Außer Gedichten aus vier Jahrhunderten finden sich viele skurile Zeichnungen unser Thema betreffend. Weiterhin hat’s dann noch ein flott geschriebenes Nachwort, in dem auf 12 Seiten eine recht informative Geschichte des Rauchens skizziert wird. Werde bei Gelegenheit noch das ein oder andere Gedicht hieraus im Raucher-Club präsentieren. (Bei der Gelegenheit ein Hinweis an wirklich Interessierte. Von besagtem Büchlein habe ich noch zweidrei Exemplare übrig – in eim tadellosem Zustand Für einen Zehner + VK kann es erstanden werden.) Wenn man sich in die Geschichte des Rauchens vertieft, so fällt auf, daß es über die Jahrhunderte ein ständiges Auf und Ab betreffs der Akzeptanz dieser kulturellen Verhaltensweise gab, die von den einen als ein übles, ja übelriechendes Laster und Nachweis der Verkommenheit geschmäht wurde, während sie von den anderen als ein wirksamer Schlüssel zur Behaglichkeit und spannenden Geselligkeit, oder – wie man in Riederers Zeiten zu sagen pflegte – als eine Panazee, dh. als ein Wundermittel oder Allheilmittel, nahezu vergöttert wurde. Und je nach dem wer von den beiden Gruppen nun in Staat und Gesellschaft etwas zu bestimmen hatte oder besser welche Präferenz gerade dominant war, entschied dann darüber, ob den Rauchern mit Verständnis und Milde oder mit Verboten und Härte begegnet bzw. zugesetzt wurde. Da kann man nur sagen – wie sich die Zeiten ändern. Und noch hinzufügen, daß sie sich wieder ändern werden, scheint gewiß. Dies zumindest lehrt die Geschichte. Die fantasiearmen Technokraten und mit ihnen die fanatisierten Sozialingenieure (Marke Neuer Mensch und Genderscheiß usw.) werden nachhaltig Schiffbruch erleiden, weil ihre Konzepte einfach nicht aufgehen und irgendwann demnächst flächendeckend als Idiologie entlarvt werden. So trudelt ja auch das ominöse Rauchverbot immer mehr in die Bröckel- und Bröselphase. Auch vor Gesetzen, und seien sie noch so gesundheitsaktivistisch und volkspädagogisch motiviert, macht der Zahn der Zeit nicht halt. Und das ist gut so.
Schon irgendwie das Schlußwort, aber eine Sache sei noch nachgeschoben. Wer nicht nur gerne seine Zigarette raucht, Henry Miller mag und in Berlin wohnt… den oder die möcht ich gern auf eine Lesung diesen Freitag im LI-LA Literatur-Laden hinweisen. Näheres hier
Henry Miller – ‘Wendekreis des Krebses’.
Schlagworte: Allheilmittel, angestaubt, auf Kriegsfuß, übelriechend, Behaglichkeit, Bröselphase, Genderscheiß, grausig, Henry Miller, Idiologie, Johann Friedrich Riederer, Laster, LI-LA Literatur-Laden, Panazee, pfiffig, Raucher-Club, Rauchverbot, Schiffbruch, Schlußwort, skuril, Softwär, Tabakiana, Technokraten, und das ist gut so, Verkommenheit, Verse, volkspädagogisch, Wendekreis des Krebses, Zahn der Zeit
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29. Januar 2009 by raucherclub
Berlin, 28. 1. 09
Zu später Stunde darf es gern Lautenmusik sein, denn so stellt sich leicht ein barockes Gefühl ein, mit all der Gelassen- und Gemessenheit, die dieser Zeit zu eigen ist. Dazu noch ein Pfeifchen gestopft oder in Ermangelung derselben eine Zigarette gerollt und alsbald angezündet … Was will man mehr ?! In der Barockzeit sah man es zumindest nicht viel anders – alsogleich mit dem ersten Zug trat etwas hinzu, was die Menschen mit eim Mal ganz versöhnlich und zufrieden stimmte, nämlich die Behaglichkeit. Auch wenn das Rauchen damals, dh. das Anzünden vorab mit einigen Mühen verbunden war, Weckwerffeuerzeuge gab es ja nicht und Feuer war nur im Herd. Aber mit eim Fidibus ließ sich dem Problem natürlich abhelfen. Wenn den Rauchern zu später Stunde die Streichhölzer ausgehen und das letzte Feuerzeug schon vorher schlapp gemacht hat, kann es passieren, daß um diesem Mißstand abzuhelfen, dann in der Küche eine Herdplatte zum Glühen gebracht wird. Not macht eben erfinderisch. Ziemlich grenzwertig gewiß, dabei ungemein skuril und auch selbst erlebt. Sozusagen eine Rückkehr ad fontes zum feuerspendenden Herd. Doch eigentlich ging es mir ums Behagen, das mit dem Rauchen einhergeht, sintemal gerade diese Qualität oder besser Wirkung in der Diskussion um das Rauchverbot so gänzlich untern Tisch fällt. Und um diese Qualität, diesen Stellenwert noch einmal zu unterstreichen, den man dem Tabak einst zumaß, stelle ich dies schöne Gedicht aus der Zeit hier rein.

Lob des Tobacks
Schlagworte: Barockzeit, Fidibus, grenzwertig, Herdplatte, Johann Friedrich Riederer, Lautenmusik, Pfeifchen, Rauchverbot, skuril, Streichhölzer
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31. Dezember 2008 by raucherclub
Berlin, 31. 12. 08 Mi
Gegenüber den ‘Warnsprüchen’, die von staatswegen heute auf den Zigarettenschachteln stehen müssen und gut ein Drittel der Fläche einnehmen, waren die Sprüche in meiner Jugendzeit das Thema betreffend doch viel lustiger und farbiger und die verbreiteten sich einfach so, wurden nämlich freiwillig mit verschmitztem Lächeln weitergesagt. Sie klangen längst nicht so dröge wie ‘Rauchen kann töricht,,äh tödlich sein’ oder ‘Raucher sterben früher’ , sondern da ging es gleich richtig zur Sache wie bei jenem famosen Eckstein-Spruch – Seht ihr die Gebeine im Unterholz ? Das waren früher mal Raucher von Eckstein und Overstolz ! Eine Botschaft, die die Runde machte, ganz ohne Werbeagentur und Gesetzesinitiativen. Eckstein waren jene superstarken, kratzigen Zigaretten ohne Filter in giftgrüner Packung. Dürfte es mittlerweile wohl nicht mehr geben, oder ? Vor gut zehn Jahren sah ich sie noch irgendwo in eim Zigarettenautomaten. Und weil’s so schön war, noch einer. ‘Alkohol und Nikotin / rafft die halbe Menschheit hin. / Doch ohne Suff und Rauch / stirbt die andre Hälfte auch.’ Was lernen wir daraus ? Dem Tod kann niemand wohl entgehen; irgendwann ist die Uhr abgelaufen und sie bleibt stehen – so oder so. Und darüber hinaus gibt es – wie mein Freund Georg zu sagen pflegt – unbegrenzt viele Möglichkeiten sich zugrunde zu richten. Meistens wird dann irgendeine Einseitigkeit total übertrieben also bis zum Exzeß getrieben. Bis zu dem Punkt, wo es nicht mehr (gut)geht. Tja, man kann alles treiben, sagte mein Großvater, aber, fügte er nach einer kleinen Pause hinzu, man kann es auch übertreiben. Wie wahr, denn allzu viel zerreißt den Sack. (Eine alte Müllerweisheit) Und weniger ist mehr. Eine Regel, die auch ganz gut auf das Rauchen selbst angewandt werden kann; denn eine gewisse Beschränkung erhöht den Genuß. Aber daß Rauchen mit Genuß zu tun haben könnte, ist, wie schon mehrfach betont, so gar nicht in die Diskussion um das Rauchverbot alias Nichtraucherschutzgesetz mit eingeflossen. Dieser Umstand ist eigentlich nur zu verstehen, wenn man begreift, daß für die Rauchfrei-Bewegung, also die fanatischen Raucherhasser, erstens von Genuß im Zusammenhang mit Rauchen nicht gesprochen werden darf und zweitens das Wort Genuß in deren Reihen eh einen schweren Stand haben dürfte, da sie wegen Aktionismus, Fanatismus und Unduldsamkeit nur selten zu Ruhe und Ausgeglichenheit vordringen, was wiederum eine Grundvoraussetzung für das Genießen ist. Bei den derzeitigen Minustemperaturen jetzt lernt man diese Leute langsam hassen und fragt sich, wieso solche eindimensionalen Fanatiker heute so einflußreich sein können. Nun, das scheint wohl ein Trend zu sein und ist typisch für unsere Zeit in vielen Bereichen – fast nur noch Idiologen und Volkserzieher, wo gesunder Menschenverstand und Pragmatismus vonnöten wären. Das alte Jahr jedenfalls hat schon mal einen Vorgeschmack davon gegeben, was von dieserart Weltverbesserern und Menschheitsbeglückern in Zukunft noch zu erwarten sein wird. Man muß sie leider ernst nehmen, denn sie haben noch viel vor und ihre Zuchtruten heißen verbieten verbieten verbieten, verteufeln verteufeln verteufeln und verteuern verteuern verteuern. (Demnächst mehr über die Pläne von Bätzing + Co)- Insofern sollten wir die Herausforderung annehmen und das neue Jahr mit guten Strategien und Aktionen gegen die systematische Ausgrenzung der Raucher ankämpfen.
Nur mit der lächerlichen Position, in die sie uns gebracht haben, kann und will ich mich nicht abfinden. Auch wenn ich mich wiederhole…vor der Tür oder auf der Straße im Gehen hektisch seine Zigarette zu rauchen bietet nur wenig Genuß und ist keine echte Alternative, gerade jetzt, wo der Winter mit Minusgraden die Leute bibbern läßt.
Allen Lesern hier, vor allem den passionierten Rauchern, ein gutes Neues Jahr 2009.

Raucherclub um 1630 (Collage)
Schlagworte: RAUCHER STERBEN FRÜHER, Raucherclub, NRSG, Warnsprüche, Rauchersprüche, Gebeine im Unterholz, Eckstein, Overstolz, Alkohol und Nikotin, Suff und Rauch, Exzeß, Müllerweisheit, Raucherhasser, Fanatiker, Volkserzieher, Weltverbesserer, verbieten, verteufeln, verteuern, Zuchtrute, systematische Ausgrenzung
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27. November 2008 by raucherclub

Rauchen kann gemütlich sein
Berlin, 27. 11. 08
Habe letztens einen falschen Fehler gemacht und das Schild RAUCHERKNEIPE erst ganz an den Schluß gesetzt. Aber ein Schild ist nun einmal dafür da, daß man es gut sieht und damit alsbald wahrnimmt. Und wie ich aus den Statistiken ersehen kann, ist RAUCHERSCHILDER mit einer der gefragtesten Suchbegriffe (neben RAUCHERCLUB, das natürlich mit großem Abstand führt), der auf diese Seite hier verweist. An Schildern, insbesondere witzigen und originellen die leidige Sache betreffend, scheint doch noch immer ein gewisser Mangel zu bestehen. Zu lange haben die Raucher ihre verbiesterten und so sachlich, nüchtern tuenden Widersacher nicht richtig ernst genommen und sich daher auch nie so recht träumen lassen, daß die rigorosen Vorstellungen dieser stark idiologisierten Leute einmal Gesetzeskraft erlangen würden. Die vorsätzliche Panikmache mit Kampfbegriffen wie „Passivrauchen“ entlockte den Rauchern zwar nur ein müdes Lächeln (schließlich erreichte meine Großmutter, um das einmal hier zu sagen, bei anhaltender körperlicher und geistiger Beweglichkeit bis fast zum Schluß das stattliche Alter von 88 Jahren und dies in eim Raucherhaushalt, in dem mal weniger und mal mehr gequalmt wurde), aber in den Medien und in der Öffentlichkeit wurde das „Passivrauchen“ als eine große Sache verkauft, als eine vorsätzliche Gesundheitsschädigung nämlich wenn nicht gar als lebensbedrohliche Vergiftung. Der Raucher wurde auf diesem Wege zu eim notorischen Umweltsünder und Luftverpester ersten Grades abgestempelt, der fortan nicht mehr in geschlossenen Räumen zu dulden sei … Die Logik dahinter ist ziemlich kompromißlos und ebenso schlicht – wenn ein Raucher nicht anders kann und seim schädlichen Laster frönen mag, so soll er für die Zeit eben vor die Tür gehen, aber nicht kultivierte Leute mit seim Qualm belästigen. An sich schon keine besonders höfliche Geste, doch jetzt, wo der Winter Einzug hält und die niedrigen Temperaturen erst einmal verdaut werden müssen, eine ziemliche Unverfrorenheit. Vielleicht feixen sie sich ja einen und sagen zu einander, seht wie mächtig wir sind; die ganzen uneinsichtigen Raucher, diese Primitivlinge, haben wir vor die Tür geschickt. Jetzt könnt ihr sie wieder schlotternd in Trauben auf dem Trottoir rumstehen sehen, wie sie hektisch an ihrem Glimmstengel ziehen. Da hört bekanntlich die Gemütlichkeit auf, denn mit dem Rauchen ist es wie mit den meisten Dingen; um sie richtig genießen zu können, braucht es auch Atmosphäre, ein gewisses Umfeld und natürlich auch die richtige Einstellung, die man selber mitbringen sollte – allesamt Faktoren, die sich vor der Tür bei klammen Fingern in der Regel nicht so leicht einstellen wollen. Dabei kann Rauchen so gemütlich sein, wenn eben das Umfeld stimmt und man dafür nicht vor die Türe gehen muß.
Und was das neue Schild oben angeht; nun diese ganze vermaledeite Dumm- und Dumpfpropaganda, wie sie zwangsweise nun auf jeder Zigarettenschachtel stehen muß, reizt mich allemal zum Widerspruch, zumal der kulturelle und genießerische Aspekt beim Rauchen von offizieller Seite weder Erwähnung noch Beachtung findet und man allein mit aufgebauschten gesundheitlichen Risiken (Passivrauchen etc.) argumentiert. Die unterdrückten Facetten, die sehr wohl mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können, sind daher auf diesem Schild versammelt. Und hat auch einen optimistischen Schluß – statt dummer Angstparolen ‚Raucher sterben früher‘ heißt es aufmunternd – von wegen, die Raucher sterben nicht aus.
Das Schild ist in verschiedenen Größen zu haben (13 x 19 cm = 2 €) ebenso größer und kleiner (Preise auf Anfrage) auch als Postkarte (10 x 14 cm = 1 €)
Das Schild RAUCHERKNEIPE gibt es in unterschiedlichen Farben (rot, gelb, grau, blau) und ebenso in verschiedenen Ausführungen – RAUCHER; RAUCHERCLUB; wie auch mit dem Zusatz ‚Zutritt ab 18 Jahre‘
Schlagworte: die Raucher sterben nicht aus, Dummpropaganda, falscher Fehler, Kampfbegriff, Luftverpester, Panikmache, Passivrauchen, RAUCHER STERBEN FRÜHER, Raucherclub, Raucherhaushalt, Raucherkneipe, Raucherschilder, Unverfrorenheit
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4. November 2008 by raucherclub
Berlin, Di 4. 11. 08
Im Sommer war wenig Grund zu klagen; da bot sich dem passionierten Raucher fast überall die kreative Option; statt von Zeit zu Zeit vor die Tür zu gehen und sich dabei wie rausgeschickt vorzukommen, ließ sich locker draußen verweilen und dort inmitten von anderen gemütlich seinen Kaffee oder je nach Temperatur oder Tageszeit sein Weizenbier trinken wie auch nach Lust und Laune dann und wann eine Zigarette dazu genießen. Das zum einen entspannte die Situation merklich, zum anderen ließ im Juli dann noch eine Grundsatzentscheidung vom Verfassungsgericht das Herz der Raucher höher schlagen, nämlich daß es aus Wettbewerbsgründen nicht zulässig sei, die kleinen Eck- oder Einraumkneipen zum absoluten Rauchverbot zu verpflichten, besser zu zwingen, sofern sie keine zubereiteten Speisen ihren Gästen anböten … Hab mich damals auch sehr gefreut, zum einen wegen der Sache, zum anderen wegen der Eckkneipen, denen die Stammgäste weckblieben. Aber jetzt, wo es auf den Winter zugeht und uns der November bald seine eklige, naßkalte Schulter zeigt, beginne ich doch wieder aus vollem Halse über das strikte Rauchverbot, das eine ominöse Nichtraucherlobby im Verbund mit opportunistischen, rückgrat- bzw. eierlosen Politikern über das Land verhängt hat, zu räsonieren. Ich hasse es einfach rausgeschickt zu werden, nur weil ich gelegentlich einem Laster frönen will, das in den letzten Jahrhunderten uneingeschränkt dem Genießen und dem Behagen zugerechnet wurde. Und jetzt fängt dieses Elend nun wieder an virulent zu werden; Eckkneipen, in denen man wie weiterhin unbelästigt paffen kann, gibt es genug; die sind mittlerweile alle durch ein mehr oder minder gelungenes Schild als soliche gekennzeichnet – da steht dann ein großes R oder Raucher bzw. Raucherkneipe in Verbindung mit einer brennenden (nicht durchgestrichenen) Zigarette. Doch solch unbeschwertes Rauchen geht allesamt nur in Eckkneipen, keinesfalls in Cafés; dort wurde, soweit ich da einen Überblick habe, das Rauchen als zulässige Verhaltensoption des Gastes radikal abgeschafft, egal ob nun Café Einstein oder Café Hardenberg; in ersterem wird der Gast vor dem Eingang ziemlich generalstabsmäßig von eim großen, dh. unübersehbaren Standaschenbecher empfangen, an dem sich der Raucher für die Dauer des Kaffeehaus-Besuchs von seiner geliebten Fluppe verabschieden soll. Sozusagen ein Wink mit dem Faulzahn, pardon mit dem Zaunpfahl.
Einer der häufigsten Suchbegriffe, über den die Raucherclub-Seite gefunden wird, ist übrigens Raucherschilder. Wie es ausschaut, scheint es diesbezüglich einen gewissen Bedarf zu geben. Habe da letztens ein gar schönes Raucherschild entworfen, das sich gut zur Kennzeichnung im Fenster oder in der Eingangstür eignen würde. Wenn jemand da Bedarf hat und was originelles sucht … Das Schild hat die Abmessungen 13 x 19 cm, ist stabil und abwaschbar und kann zum Preis von 2 Euro + VK bestellt werden. Die Email dafür finden Sie hier. Demnächst weitere witzige Schilder wie RAUCHEN KANN GEMÜTLICH SEIN hier im Raucherclub.

Raucherkneipe
Schlagworte: Café Hardenberg, Cafe Einstein, Eckkneipe, Fluppe, kreative Option, Nichtraucherlobby, Rauchen kann gemütlich sein, Raucherclub, Raucherschild, Rauchverbot, rausgeschickt, Verfassungsgericht, Weizenbier, Zaunpfahl
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