Archive for the ‘Galerie der Raucher’ Category

… Antirauchersprüche …

31. Januar 2011

 

Berlin,  30. 1. 2011 So

Staune ja immer wieder,
wenn ich mich für diesen Blogg  in die Statistiken vertiefe, wie viele, dem Rauchen an und für sich negativ eingestellte Leute doch hier im Raucherclub landen.

Die geben zumeist so seltsame Begriffe
wie Antirauchersprüche ein und finden sich dann in einer virtuellen Qualmbude wieder. Schon kurios, der Casus macht mich lachen. Aber vielleicht ziehen sie auch gerade wieder Leine und hüsteln einmal kurz indigniert.

Oder sie suchen einen besonderen Kick,
um ihr Mütchen zu kühlen. Ganz vereinzelt hinterlassen sie dann auch Spuren und ergehen sich in Gehässigkeiten und anderen unschönen Verhaltensweisen.

Hatte da nämlich mal einen,
den ich löschen mußte bis auf eine kleine Kotzprobe, weil es einfach zu ekelig war und noch dazu zu eim überaus langen Sermon ausgewalzt war. Hat mir dann einige Einblicke in eine bornierte, verkorkste Seele gewährt. Dann doch lieber rauchen !

Und wenn mir einer erzählen will
was, du rauchst (noch) ! – dann sag ich ihm gleich – ja und, was spricht denn dagegen ?  Ich renn ja auch nicht ständig in die Apotheke und hol mir dies und das gegen dieses und jenes Wehwehchen. Und außerdem mag ich es nicht, wie es in Apotheken so riecht.

Also Distanz wahren;
war ja zum Glück bislang nur in seltenen Fällen genötigt, einen Pillenladen aufzusuchen. Dann doch lieber eine verruchte, verrauchte Kneipe oder ein ebensolches Café. Aber die hat das dämliche Rauchverbot bis auf einen winzigen Rest schon gekillt.

Meine Devise daher –
lieber keine Medikamente aus der Apotheke und dafür lieber eine rauchen. Denke mal, das schadet auch nicht mehr als die Pillen und Pastillen, die sich die Leute stattdessen ständig so reinpfeifen. Nun, irgendwie muß man in diesen hektischen und zunehmend entfremdenden Zeiten ja seinen Stimmungshaushalt regulieren.

Und dafür ist die Zigarette,
liebe Nichtraucher, nach wie vor ein probates Mittel. Übrigens bin ich auch gar nicht so unsportlich, wie ma valleicht annehmen könnte; sobald das Wetter mich ein wenig motiviert, begeb ich mich auf die Piste und fang mit dem Schoggen wieder an. Und solange ich beides noch auf die Reihe bringe, bleibt mir das Rauchen eine liebe Angewohnheit.

Um was geht es eigentlich ?
Ach so, der Raucher atmet mit Bedacht (gesundheitsschädlichen) Rauch ein – sagen die Nichtraucher. Doch ist das wirklich nur Rauch ?!  Nein, sagen die Raucher.

Und sie haben recht;
denn für die Raucher ist es nicht bloß schnöder Rauch sondern aromatisierte Luft, die dem natürlichen Prozeß der Atmung einen zusätzlichen Kick verleiht. Aber um das zu verstehen, muß ma wohl ein Luftzeichen sein – Wassermann, Zwillinge oder Waage.

Unter den Kreativen
sind die Raucher jedenfalls weit verbreitet, vor allem solche von großer Inspiration und mit einer ausgeprägten, überbordenden Fantasie wie ein neues Bild in der Galerie der Raucher zeigt.

kreativer Raucher

Wer sich noch ein wenig in vergangene Zeiten vertiefen will, findet hier noch einen schönen Apho.

 

… Musikspur:  Luzifer – Alan Parsons Project …

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… Schöne Raucherin …

25. August 2010

 

Berlin, 25. 8. 2010, Mi

Letztens mit dem Raucher-Club die 25.000er Marke übersprungen, Anlaß genug auch einmal über Statistiken und Zahlen nachzusinnen. Für den Compu sind Zahlen ja tägliches Brot, als getreuer Rechenknecht frißt er sie in rauhen Mengen und spuckt sie dann fein geordnet wieder aus.  Zweifelsohne eine schöne Sache, auch wenn ich persönlich  den vielen Zahlen  und der anhaltenden Verzifferung heutzutage sehr skeptisch gegenüberstehe und vor allem dem alltäglichen Tanz, der um die ständig neu eintreffenden Zahlen veranstaltet wird. Aber wenn ich mal ein wenig Langeweile habe, klicke ich gern für eine Weile in den recht komfortablen WordPress-Statistiken herum, schaue welche Seiten besonders gefragt sind, welche typischen oder ausgefallenen, ja skurilen Suchbegriffe alle so auf die Raucherclub-Seite führen usw. Auch woher sie kommen und wohin sie gehen läßt sich so verfolgen. Und dann noch das Auf und Ab der Tages-, Wochen- und Monatsdiagramme. Schwankt immer schön hin und her – aber jeweils mit sichtbarer Tendenz, mal aufstrebend, mal einknickend. Wenn man es richtig bedenkt, ist es schon irre, also wie Zauberei, in welch einer Windeseile der Compu oder besser das Server (der Diener) die Daten so mirnix dirnix aus dem Ärmel schüttelt. Und es sind zum Glück nicht bloß Zahlen und Zacken- oder Tortendiagramme sondern immer wieder auch erhellende wie zuweilen skurile und merkwürdige Einblicke in der Menschen Fragen und Interessen. Mit welchen Suchanfragen so mancher  hier im Raucher-Club landet, ist nicht selten verblüffend, wenn nicht zum Ablachen. Fast zweihundert Mal zB. mit dem Suchbegriff ‘anti raucher sprüche’ klicken Leute auf diesen Blogg, obwohl doch in der Adresse unmißverständlich ‘raucherclub‘ steht, und von daher anzunehmen ist, daß in Sachen Antirauchersprüche dort wenig zu holen sein dürfte. Aber valleicht wollen sich ja paar eingefleischte Nichtraucher ein wenig gruseln und über die rücksichtslosen Raucher aufregen ?   Manche Leute brauchen das anscheinend. Soll mir auch egal sein. Zu anfangs war ‘raucherclub’ der große Renner und führte als Suchbegriff lange die Liste an, ist nun mit 1056 klix inzwischen auf Rang 3 abgerutscht, ganz oben mit 1349 klix ‘rauchen’, gefolgt von ‘rauchersprüche’ mit 1178 klix, das aber die eigentliche Nummer 1 ist, da noch mal unter ‘raucher sprüche’ 439 Zugriffe hinzukommen. Das könnte ich jetzt noch weiter runterdeklinieren, doch wozu ?  Nur soviel, die oben erwähnten ‘anti raucher sprüche’  wären fast unter die ersten 10 gekommen, also Platz 11 im Gesamtränking.  Und dem Raucher-Club müßte man die 56 klix der fast identischen Suchabfrage ‘raucher club’, sowie weitere 67 unter ‘raucher clup’ dazugeben. Ob diese Schreibweise schon von der Neuen Schlechtschreibung legitimiert ist ?  Mag sein, denn sie ist, wie man sehen kann, nicht ganz ungebräuchlich (67 mal !) , und das stellt für unsere glorreichen Sprachreformer doch wohl ein gewichtiges Kriterium dar. Soviel erst mal zu den Statistiken und was sie verraten. Unkommentiert als ein kleines Schmankerl zum Schluß hier noch ein Ausriß mit Suchbegriffen, wie sie einem so an manchen Tagen  so ins Netz gehen:

sprüche schilder 1
rauchen ab bestimmter uhrzeit restaurant 1
rauche henry 1
rauchen bei kindern 1
lustige sprüche 1
drogen sprüche 1
gedichte rauchen 1
sprüche hier ist rauchverbot 1
rauchergedichte 1
zigarre in vagina 1
lustige schilder mit sprüchen 5
eo 4
raucherschild 4
wie sehen raucher aus ? 4

Und da dies heute mehr ein Zahlenthema war, mit eim kleinen Blick in die Statistiken, habe ich mir gedacht das ganze mit eim hübschen Gesicht, eben mit der ‘Schönen Raucherin’ ein wenig aufzupeppen. Bei der Gelegenheit sei auch auf einen außergewöhnlichen Blogg verwiesen, der jetzt leider die Pforten schließt. Was es dort zu kucken gibt ?!  Nun, ganz einfach, schöne, junge Frauen, zuweilen außergewöhnlich schöne, zumeist sehr ästhetisch inszeniert und abgelichtet; und das keineswegs billig oder pornografisch.

Was Neues hat’s auch im Neue-Spryche-Blogg. Hier der Beitrag ‘Gestern ist gestern…’

… Musikspur: Johann Pachelbel – Canon …

…ein echter Schildbürgerstreich…

5. November 2009

 

Berlin, Wilmi
Mi, 4. 11. 09

 

Mit dem Übergang zur dunklen Jahreshälfte wird das alberne Rauchverbot wieder unangenehm spürbar. Als ob es nicht schon genug wäre, sich an das trübe und feuchte Wetter, die sinkenden Temperaturen und die immer früher hereinbrechende Nacht gewöhnen zu müssen, was ja allein schon eine größere mentale und physiologische Umstellung bedeutet, die erst mal ohne Depression und Erkältung bewältigt werden will, hält dieser jahreszeitliche Wechsel (jaja, der November macht seim schlechten Ruf alle Ehre und geht heuer gleich in die vollen – Regen, Regen, Regen ) für den Raucher weitere empfindliche Einschränkungen bereit. In fast allen Stätten der Gastlichkeit, abgesehen einmal von den Eckkneipen und Spelunken , gilt er als unerwünscht, dh. er ist so lange gern gesehen, wie er dem neuen Reglement Folge leistet und es hinnimmt, für eine Zigarette wie für ein anderes physisches Bedürfnis auch (hin)auszutreten, an die frische (schön wär’s) jetzt leider naßkalte, mit Regentropfen und ersten Schneeflocken gespickte Luft. Die große Zumutung bei diesem unchristlichen Wetter wie ein räudiger Hund vor die Tür geschickt zu werden, darf nun wieder bis auf den letzten Zug ausgekostet werden mit der Option auf ärgerliche Gedanken wegen dieses Schildbürgerstreichs. Zum normalen Wahnsinn und dem ganz speziellen Irrsinn demnächst ein Buch oder zumindest ein Büchlein; wobei das RAUCHVERBOT einen Ehrenplatz erhalten wird. Der Titel steht bereits fest und wird demnächst verraten. Daß dieser unerquickliche Zustand nicht ewig dauern und dies bevormundende, die Freiheit einschränkende Gesetz vor der Geschichte keinen Bestand haben wird, möchte ich an dieser Stelle schon einmal prognostizieren. Spätestens wenn die Dinge mal wieder großflächig ins Rollen kommen, mit einigen falschen Prämissen abgerechnet und von einigen gefährlichen Lebenslügen Abschied genommen wird, dürfte auch dieser weltfremde Gängelungsversuch Makulatur sein. Die Geschichte des Rauchens und des Tabaks in Europa ist stets von wechselnden Epochen geprägt, in welchen der Tabak entweder anerkannt und gesellschaftsfähig war oder eben übelst verteufelt und die ihm anhingen mehr oder minder von der Obrigkeit verfolgt wurden. In diesem Zusammenhang hier ein Auszug aus eim vergnüglichen (Pro-Raucher) Büchlein von anno dunnemals, genauer von 1715, mit dem unmißverständlichen Titel:

Auserlesene Ergötzlichkeiten vom TABAC

/Worinnen nicht nur Desselben Ursprung / Würckung / medizinischer Nutzen / Annehmlichkeit und Zierde auf ein anmutige Weise in allerhand poetischen und andern aus Berühmter Männer Schrifften gesamleten Gedancken vorgestellet / Sondern auch Desselben Recht / wie es ehemals Von Herrn Heinrich Ernst Kestnern J.U.D. und Prof. Juris ord. Auf der Universität zu Rinteln in Lateinischer Sprach öffentlich verteidiget worden / dargetan wird. Allen seinen Liebhabern zur Vergnügung mitgetheilet von einem beständigen Tabacs=Freunde. Leipzig / Auf Kosten der Compagnie. 1715Aus diesem Büchlein als Facsimile die erste Seite. 

eo_scheinder_Kestner Tobak

Geneigter und Tabac=liebender Leser

 

 

 

 

Über ein anderes, ein furioses Buch hier in eim neuen Beitrag auf eos-o-ton.

…Musikspur: Lionard Cohen – Passing through (Live Songs)…

 

 

…Strategische Reserve…

20. Juli 2009

Berlin, 20. 7. 09 Mo 

 

 

Strategische Reserve

Oder rauchen hat seit jeher auch mit trinken zu tun.

Die Tränke gilt seit jeher als gefährlicher Ort. Biologen wissen das. Aber nicht allein für das Tierreich ist diese Zuschreibung zutreffend. Sie trifft auf alle Orte (und Quellen) zu, wo ein solch elementares Bedürfnis wie etwa Durst gestillt werden kann. Denn Durst ist elementar, der innere Garten muß in regelmäßigen Abständen bewässert werden. (Der Pegel sinkt unterhalb einer bestimmten Schwelle und das Baby schreit – nach der Mutterbrust.) Früher oder später muß man (oder tier) sich also auf den Weg machen, um den gesunkenen Pegel wieder aufzufüllen. Durst ist ein ungemein starkes Gefühl und ein echter Antrieb und zudem eine Metapher von großer Prägnanz und sinnlích erfahrbarer Ambivalenz. So unangenehm es ist, großen Durst zu erleiden, so erquickend und erfüllend ist es dann, den Durst löschen zu können. Am besten natürlich in einer lauschigen Umgebung und am liebsten in angenehmer Gesellschaft. Aus dem instinktiven Zwang, dem Körper genug Flüssigkeit bereitzustellen, der für die Tiere in der Savanne etwa , mehr eine Notdurft darstellt und mit reichlich Gefahren verbunden ist, wird im Zuge menschlicher Findigkeit und Planung dann schlußendlich etwas ganz anderes, zutiefst gegenteiliges, sozusagen eine neue Art von Herausforderung. Man trifft sich nämlich nur zu gerne diesen schrecklichen Feind mit Namen Durst stets aufs neue in fröhlicher Runde zu besiegen, wohlwissend daß die Quellen munter sprudeln, weil der Keller ordentlich bestückt ist. So wurde dann aus dem fatalen Durst, den zu erleiden eine Todesdrohung in sich barg, im Laufe der Stammesgeschichte des Homo S. allmählich, nachdem man die Organisation und Produktion so einigermaßen beherrschte, das schiere Gegenteil – eine fröhlich sprudelnde Quelle göttergleichen Behagens. Das alte Bedürfnis, das für die Tiere der Savanne mehr Qual und Angst als Lust und Behagen bedeutet, wurde zu eim genußreichen Ritual transformiert, das wir Menschen unbeschwert genießen und zelebrieren können. Deswegen gibt es ja auch die Kneipen, Cafés und Spelunken, wie die Tränken (oder Wasserstellen) auf der menschlichen Ebene heißen, zu denen man geht aus diversen Gründen, vor allem aber wegen der wohlgemuten Verheißung, seinem Durst ganz nach Belieben genüge tun zu können jenseits allen Mangels und der Befürchtung, daß die Quelle urplötzlich versiegen könnte. Ist auch genug zu trinken da ?! war seit jeher eine bange Frage, die vor Beginn eines (privaten) Fests regelmäßig bei den Ausrichtern laut wurde. Man mußte immer darauf achten, noch etwas in der Hinterhand zu haben, wenn es drauf ankam. Damals in jenen glücklichen Tagen in Frankreich ließen wir es praktisch nie soweit kommen, daß die Fete schon vor der Zeit ein zu plötzliches Ende fand, da plötzlich mit eim Mal in Gläsern und Flaschen Ebbe einkehrte. Ärgerlich, wenn dann keine kreative Lösung ohne erheblichen Aufwand sich einstellen wollte.Um nun nicht aus Bequemlichkeit und Wurschtigkeit in solch verdrießliche Situation zu geraten, besannen wir uns alsbald auf die putzigen Eichhörnchen und legten einen gewissen Vorrat an, der erst mal nicht zur Schau gestellt wurde. Das sollte dann unsere Strategische Reserve sein, ohne die man in entscheidenden Momenten einfach nicht auskommt. Was das mit der Strategischen Reverse zu schaffen ist, liegt wohl auf der Hand. Denn, wenn der Fall schließlich eingetreten war, konnte man unbeschwert und von Beifall begleitet auf diese zurückgreifen. Die Strategische Reserve eben taktisch einsetzen lautete unsere Devise in thymiangeschwängerter, grillendurchzirpter Luft. Was für die einen vielleicht befremdlich, weil militärisch klingt, obwohl es hier erst mal nur Tränke und Trinken betrifft, ist seim Geltungsbereich nach doch weitaus mehr;und in eim gewissen Sinne sogar universell; damit also so etwas wie eine Goldene Regel. Bei neuen Kontakten dürfte ein wenig Reserviertsein zunächst für gewöhnlich von Vorteil sein, da es eher unklug ist, unüberlegt zuviel und zu vertraulich von sich preiszugeben. Und nichts ist peinlicher und unbefriedigender, als wenn man vor der Zeit all sein Pulver unüberlegt oder mutwillig verschossen und abgebrannt hat wie die sprichwörtlichen sieben törichten Jungfrauen ihr Öl.

Aus jener oben erwähnten Zeit noch ein schönes Raucherfoto aus dem Land des Savoire-vivre. Hat schon gut zwanzig Jahre auf dem Puckel und zeigt den Autor mit sichtlichem Behagen Rauchschwaden ausstoßend; Anfang der 80er. (Foto: Schorscherich)

 

Rauchen wie Gott in Frankreich

Rauchen wie Gott in Frankreich

 

Musikspur: Summerwine / Lee Hazlewood + Nancy Sinatra

…Fragen und Antworten…

3. Juni 2009

 
 

 

 

Fragen und Antworten

Berlin, 3. 6. 09 Mi

Wie gut, daß es das Inet gibt; und ebenso, daß es hier den Raucher-Club gibt. Denn der erteilt in Sekundenschnelle Auskunft bei manch brennenden Fragen wie diese etwa, ‘raucht gerald Depardieu?‘, die jemand in die Suchmaschine eingegeben hat und dann prompt in der Galerie der Raucher landet und dort den genüßlich paffenden Gérard vor die Augen bekommt. Die Frage dürfte damit zweifelsfrei beantwortet sein. Befragen Sie mich also bitte mit einer Antwort. Wenn alle Fragen sich so leicht und eindeutig beantworten ließen ! Aber soviel man auch weiß, die Fragen bleiben – mag die ein oder andere in eim klaren Moment auch eine befriedigende und stimmige Antwort erhalten. Immer wieder irre, wie die Leute auf die Seite hier stoßen, es sind ja beileibe nicht alles Freunde des blauen Dunstes – ganz im Gegenteil — die sich in den Raucher-Club verirren, der sich übrigens schon in der Titelzeile ‚Wider den Irrsinn der Raucherdiskrimierung‘ unmißverständlich kenntlich macht. Oder was soll man von einer Suchanfrage diesen Wortlauts halten – maßnahmen zur eindämmung des Rauchers ? So jemand muß doch denken, im falschen Film gelandet zu sein oder macht er‘s gerade deswegen ? Um den Blutdruck auf Touren zu bringen ? Glaube, das werde ich nie erfahren. Vielleicht ja nur aus Langeweile und weil im Büro gerade nichts los ist. Was weiß ich. Da kommt mir der alte Wehner mit Pfeife und schiefem Mund in den Sinn; und zwar in jener Szene, als er dem bohrend fragenden Aus-Bonn-Berichter Èrnst Dieter Lueg barsch Bescheid gibt: Herr Lüg, Sie wissen nichts !  Ich weiß nichts !  Keiner weiß was !  Punkt. Ausrufezeichen. Schluß aus, Ende der Durchsage. Aber mit einigen spontan eingegebenen Worten oder Spruchfetzen angeln zu gehen, ist ein Vergnügen, das ich zu schätzen weiß und mir immer mal gönne. Man landet dabei auf den verrücktesten Seiten und immer wieder gar nicht mal selten, gelingen sehr interessante Treffer. Man landet dabei nicht bloß auf virtuellen Seiten, sondern im übertragenen Sinne ein wenig im Kopf und somit auch in der Gefühlswelt ihres Creators. Daneben spiele ich dies Spiel auch immer mal, um zu testen ob eine bestimmte Formulierung, eine Titelzeile oder ein Spruch ebenso wie ein reizvolles Sprachbild in den Weiten des Inets schon einmal gedacht und ausgedrückt wurde. Und das ein und andere Mal immer wieder gelegentlich wie bei dem schönen Titel ‚Die Befahrung der Stille‘ erscheint wirklich nur der eine Eintrag; und der ist aus dem eigenen Blogg, wo die Zeile auch steht. Für einen Moment lang ein erhebendes Gefühl. Aber wenn eine bestimmte Prägung, ein Wort oder so, das man selbst in der Mache hatte, wie damals bei dem Dummland-Text, dann mehrfach und irgendwann paarhundert- oder paartausendfach von Gugel aufgeführt werden, freut man sich nicht minder. Weil soviele andere auch ähnliche Schlüsse gezogen und Verknüpfungen hergestellt und eins und eins zusammengezählt haben oder sich auf einmal dieses Sprachgebrauchs bedienen. Dann muß an dem Spruch oder der Abkürzung ja was dran sein !  So gesehen ist das Inet schon ein fantastische Überkreuzmaschine, die Verknüpfungen und Verbindungen möglich macht, die vordem nicht so recht vorstellbar waren. (Über dieses Thema demnächst mehr auf eos-o-ton). Da die Raucherei heute ein bißchen zu kurz gekommen ist und mehr Mittel zum Zweck war, hier nun endlich die zweite Lieferung für die Galerie der Raucher, sintemal Gérard Depardieu sich dort schon ein wenig einsam fühlen dürfte; nur wird es keine scharfe Braut sein, die sich jetzt zu ihm gesellt, sondern mehr ein lustiger, grüner Geselle, der seit Kindertagen schon unser Mitgefühl hat und dem wir nach all dem Ungemach das Pfeifchen doch hoffentlich wohl alle gönnen. Und dem, der es gezeichnet hat, auch. Denn Wilhelm Busch war ein großer Freund des Tabaks und, möglicherweise, ohne diesen auf seine vielen, tollen Ideen, Bildergeschichten und witzigen Ideen gar nicht gekommen. Und den Menschen, vor allem den Kindern seit drei vier Generationen wäre eine Menge an vergnüglicher Unterhaltung vorenthalten worden. Er braucht, wie man lesen kann, den Tabak, um so kreativ und produktiv sein zu können und konzentriert zu arbeiten, gleichermaßen zur Anregung wie zur Entspannung. Und da sage noch jemand, der Tabak habe nur Negatives und Verdrießliches im Gefolge. Aber das wollen die Raucherhasser und militanten Onkels, äh kompromoßlosen Nichtraucher natürlich nicht sehen, geschweige denn anerkennen. Allen passionierten Rauchern und Wilhelm Busch-Freunden diese verschmitzte Hymne auf die Gesundung nach langer Krankheit; herübergereicht in den Farben von Eo. 

 

 

 

 

eo_scheinder_wbusch_frosch
 

 

 

 

 

 

Drei Wochen war der Frosch sooo krank !
Jetzt raucht er wieder  – Gott sei Dank !

 

 

 

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…Musikspur: …Tobackspfeife… J. S. Bach / Notenbüchlein…

 

…Galerie der Raucher…

6. März 2009

Berlin, 6. 3. 09

Derzeit warten die Raucher schon sehnsüchtig auf den Frühling, was nur zu verständlich ist. Endlich wieder gemütlich draußen unter Menschen an eim Tisch sitzen und nicht mehr geduckt vor der Tür stehen müssen wie weiland Eckensteher Nante, nur weil man in gewissen Abständen gerne mal une cigarette  fümieren möchte. Eins muß man der Gegenseite, den hysterischen Rauchgegnern und Verbotsjüngern und -jungfern, allerdings lassen – sie haben ihr Ding  über die Jahre „still und leise“ (nein ganz im Ggenteil !)  vorangetrieben und dann die Politiker und anderen Strategen mit Statistiken, großen Versprechungen in puncto Kostenersparnis für die chronisch kranken Krankenkassen und mit sakrosankten, pardon sich wissenschaftlich nennenden Gutachten, die Gefährlichkeit des Passivrauchens betreffend, so nach und nach auf ihre Seite gebracht; nicht zuletzt weil sie sich als die Stimme der Vernunft und der Wissenschaft auszugeben vermochten und das zieht ja noch immer bei halbgebildeten Opportunisten, die sorgsam darauf achten, nur nicht die neuesten Trends zu verpassen. Dies war aber nur möglich, weil sie zuvor unermüdlich Wühlarbeit betrieben hatten, indem sie mit aggressiven Formulierungen das Image des Rauchers wie die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens unablässig ankratzten und nach und nach überall zum Thema machten. Ausgehend vom Testlabor der Moderne, ich meine Amerika, war es allmählich gar nicht mehr kuhl oder besonders schick zu rauchen und genüßlich an der Fluppe zu ziehen; Raucher waren mit eim Mal stinkende Luftverpester und galten fortan als extrem rücksichtslose Leute, die fahrlässig die Gesundheit friedlicher Bürger durch Passivrauchen aufs höchste gefährdeten. Wirklich ein geschickter Coup, das muß man diesen humorlosen Cräcks schon lassen, so nachhaltig innerhalb weniger Jahre die öffentliche Meinung umzukrempeln. In Abwandlung zu Wilhelm Busch gaben sie die simple Parole aus – Rauchen wird als störend empfunden, weil es mit stinkendem Rauch verbunden. Die Raucher haben sich zunächst nicht groß darum geschert, gewiß, sind notgedrungen den ein oder anderen Kompromiß eingegangen und haben sich auf ihre angestammten Plätze unter Gleichgesinnten in ihre Kneipe zurückgezogen und nach Obelix-Manier immer mal ‘Die spinnen, die Nichtraucher !’ geseufzt. Aber man war fortan mit eim schlechten Immitsch behaftet; und genau das ist das Problem bis heute. Dabei ist Rauchen eine kulturelle Errungenschaft, ein Kulturgut wie Musik, gutes Essen usw. und eine Quelle des Behagens und der Geselligkeit, wie es zB. auf meim Raucherschild ‘Rauchen kann gemütlich sein’ heißt. Was alles von diesen Knalltüten jedoch systematisch vom Tisch gewischt wird und so gar nicht in der Diskussion berücksichtigt wird. Überspitzt geht es denen nur um Süchtlinge, die man mit gewissen Repressionen vor sich selber bewahren müsse. Dies schlechte Image ist nun genau der Punkt, an dem angesetzt werden muß; und das gilt es nachhaltig zu verändern. Denn unter den Rauchern, egal ob man nun an lebende oder schon tote denkt, gibt es so viele Geistesgrößen und famose Gestalten, die dem Knaster frön(t)en, daß man sich als Raucher ob dieser Gemeinsamkeit alles andere als schämen muß. Langer Rede kurzer Sinn, damit man sieht, daß es bei weitem nicht die schlechtesten und unkreativsten Leute sind, die mit Genuß einen glimmenden Stengel zum Munde führen, möchte ich nun hier im Raucher-Club eine Galerie der Raucher einrichten. Der erste in dieser Reihe ist der ungemein vitale Gérard Depardieu, dieser urwüchsige Kelte, der in seinen Filmen immer so stark als ein Charakter, ja als ein ganzer Kerl präsent ist. Das Magazin vom deutsch-französischen Sender Arte hat sich im November wirklich etwas getraut – dafür Bravo – und den Genußmenschen Depardieu absolut stimmig in dieser eindeutigen Pose aufs Titelblatt gebracht. Die Redakteure mußten, wie es heißt, teils heftige Kritik von aufgehetzten Nichtrauchern entgegennehmen, die sich schon von eim Foto eines Rauchers belästigt fühlen, obwohl in eim solchen Falle von Passivrauchen überhaupt keine Rede sein kann.

Galerie der Raucher: Gerard Depardieu (Quelle: www.arte-magazin.de.

Galerie der Raucher: Gerard Depardieu (Quelle: http://www.arte-magazin.de.