… Schokoladezigaretten …

30. Juni 2011

Berlin, 30. 6. 2011 – Do

Nach einer Kanne Tee
ist ein kühles Bier eine willkommene Abwechslung wie auch eine gute Animation. So gern ich Tee trinke …  aber das Bier hernach hat eine andere Süffigkeit und schmeckt wie ein frischer Quell.

Doch wohl ein anschauliches Bild.
Und gar nicht so viel anders erscheint mir das Emblem auf dem soliden, teilsrunden Flaschenöffner, den ich aus Kindertagen in den Alltag von heute hinübergerettet habe.

Erzquell, genauer Erzquell Pils
steht auf der einen und Siegtal auf der anderen Seite. Und darunter sieht man ein lustiges Faßmännchen, das ähnlich wie der Michelinmann nur aus größeren und kleineren (Bier)Fässern besteht und das just, nein nicht ein Fäßchen,  sondern ein veritables Faß hochstemmt, um daraus zu trinken.

Jaja, Bier ist zum Trinken da
und wie viele wissen – Durst wird durch Bier erst schön. Aber natürlich in Maßen, also besser Maß halten und nicht Maß stemmen ohne Unterlaß.

Ist auch eine Kunst,
die so manchem schwer fällt. Jedenfalls kommt es mir schon ziemlich dekadent vor, wenn ich zu später Morgenstunde die ersten Leute mit der Bierflasche in der Hand durch die Straßen laufen sehe.

Daß dies keine schönen Szenen sind,
haben inzwischen auch die deutschen Brauer erkannt, denn sie werben seit neuestem dezent für einen angemessenem Umgang mit ihrem Produkt. Auf dem oberen Flaschenetikett finden sich nun drei einfache Wörter, die untereinander gesetzt sind, nämlich:

Bier bewußt genießen.

Sie wollen also schon mal vorab
ihren guten Willen zum Ausdruck bringen und an Verantwortung appellieren, bevor sie von den Eurokraken zu eim unübersehbaren Warnhinweis ähnlich der Rauchen-kann-tödlich-sein-Lyrik verdonnert werden.

Wenn diese Burschen irgendwann demnächst
mal wieder zuschlagen – den Tabak  bzw. die diesen betreffende Steuer haben sie gerade ziemlich wuchermäßig um satte 20 % erhöht, weil sie Geld für ihre gefährlichen Experimente brauchen – kann es passieren, daß jede Bierflasche mit Warnhinweisen gekennzeichnet werden muß.

Sicher nicht im Stil der Anti-Raucher-Kampagne,
also Saufen kann tödlich sein, eher schon mehr auf die bedächtige und beschränkte Art à la Vorsicht !  Biertrinken kann besoffen machen; nein dann wohl eher. Vorsicht !  Der Genuß des Inhalts dieser Flasche kann Sie betrunken und damit nicht mehr fahrtüchtig und zu eim gesellschaftlichen Risiko machen.

Irgendwie in dieser Art
wird es wohl kommen. Diesen faden Typen und machtgeilen Apparatschiks ist allerhand zuzutrauen. Da fällt mir erst mal nichts mehr ein. Außer – Herr Ober, einen alkoholfreien Schnaps bitte.

So eine Contradictio in adiecto
müßte bei der Findigkeit unserer Geschmacksingenieure und Lebensmittelchemiker, die ernsthaft daran arbeiten, das Fett in der Nahrung zu substituieren, doch wohl möglich sein.

Eine rauchfreie Zigarette,
die keinen Rauch nach außen abgibt und in der etwas glüht wie der Kohlefaden einer Stabbirne, wurde auch längst entwickelt. Hab ich sogar einmal mit eigenen Augen gesehen auf irgendeiner aufgemotzten Vernissage, aber seitdem nie wieder.

Tja, hat sich anscheinend nicht durchgesetzt.
Bevor ich mit eim solchen Konzept mich anfreunden könnte, würde ich wohl eher noch auf Schokoladezigaretten umsteigen …

Oder hier mal kucken,
was Shakira zur Frauenfußball-WM zu sagen hat.

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… Blütenlese Raucherclub …

31. Mai 2011

Berlin, 31. 5. 2011 Di

Gerade festgestellt,
daß der Raucher-Club bei Google auf der ersten Seite steht, also unter den ersten 10 vertreten ist; sofern man den Suchbegriff raucherclub eingibt. Und das bei ungefähr 339.000 Ergebnissen !

Das ist schon mal was;
doch ein schönes Ergebnis, das mich ein wenig stolz macht. Und spricht zum anderen ja auch für die Leser, die in Sachen Rauchen und Raucherclub gern mal diese Seite hier klicken …

Das nämliche gilt
für die Suchoption Bilder. Das ist sozusagen der direkte Weg um hierhin zu gelangen, denn schließlich heißt der Blogg auch Raucherclub. Aber daneben gibt es schier eine Unzahl von Suchbegriffen und Wortkombinationen und -gruppen, die den neugierigen Gugler auf diese Seite führen.

Was die Leute so manchmal
in das Suchfeld eingeben ist nicht selten zum Piepen oder zum Schreien komisch oder anderweitig skuril bis grenzwertig, daß ich mir letztens eine ganze Latte diverser Suchanfragen schnell mal rauskopierte.

Schon fast ein Klassiker
ist die Anfrage ‚kann man Weihrauch rauchen‘. Bestimmt, aber ich weiß nicht, ob es denn auch empfehlenswert ist und bekommt. Und ehrlich gesagt, kann ich den Sinn der Frage nicht so recht nachvollziehen.

Klar, keine Frage,
Weihrauch ist ein betörender, euphorisierender intensiver Duft, der alsogleich in einem hochsteigt, wenn man nur von den Schwaden angeweht wird. Und so inhaliert man den Weihrauch gleich mit der Atemluft, ohne weitere Vorrichtungen und Instrumente dafür zu benötigen.

Wieso da noch extra
denselben rauchen ? !  Ist gar nicht nötig. Denn für die systematische Rauchbeschickung sorgt schon der Kaplan im Festgewand mit heftigen Schwenkbewegungen.

Soviel Rauchentfaltung
würde noch nicht einmal ein kreisender,  dicker Joint her- bzw. abgeben. Als ich die Zeremonie einmal in einer prächtigen Klosterkirche in Bayern miterlebte, wurde mir schnell klar, warum soviele alte Mütterchen in katholischen Orten so eifrig zur Messe eilen.

Also, Weihrauch muß ma wohl
nicht extra rauchen, der wirkt auch so. Ein erhebendes Gefühl, das ich sehr schätze, obschon ich nicht katholisch bin.

Daneben gibt es natürlich auch Leute,
die den Weihrauch auf dem Kieker haben, die geben dann folgendes ein ‚gesundheitsschädlicher weihrauch    2‘ Würde mich nicht wundern, wenn die Hardliner irgendwann demnächst nun auch in Sachen Weihrauch und Räucherstäbchen Verbote fordern.

Aber ich wollte ja noch
andere Suchanfragen, die zum Raucherclub geleiten präsentieren. Hier mal als eine kleine Blütenlese.

Der eine fragt
„kann man auch am rauchen sterben oder nur selten?    1“,
einen anderen verlangt es nach eim  „artikel in der zeitung über die gefahren des rauchens    1“
und ein dritter tippt ganze Sätze ein „ich suche ein land wo man uneingeschränkt rauchen darf und der tabak nicht so teuer ist!    2“  oder „mit dem übergang zur dunklen jahreshälfte wird das alberne rauchverbot    1“

Und was die Leute sonst erst
so suchen und eintippen, ist teilweise echt phänomenal und lustig, wenn auch zuweilen unfreiwillig komisch.
„achtung rauchen kann tödlich sein was da drauf steht    2“,
„ein schild wo dumme mutter drauf steht    2“,
„marlboro mädchen können tödlich sein    4“,
„warum ist es bei rauchern gemütlicher    3“,
„wer das liest ist doof schild    3“,
„dumm macht rauchen    1“,
„ich hasse raucher    6“ ,
“wer den raucher nicht ehrt    12“,
„genderscheiß    4“,
„raucht der papst heimlich    1“
eo und rauchen    1
askese ist käse    1
papst benedikt 16 rauchverbot    1
martin luther arsch abfrieren    1
rauchend im schutz der kirche    2
rauche glub    1

Soviel ist jedenfalls gewiß,
Google liefert gute Ergebnisse – so kraus die Anfragen auch sein mögen; und eine eigenwillige Rechtschreibung nimmt die Suchmaschine einem nicht krumm.

Hätte da übrigens noch einen
etwas tiefgängigeren Artikel im Neue-Spryche-Blogg, der mit eim Spruch meiner Oma schließt und mit eim schönen Bild aufmacht.

..  Musikspur: Reinhard Mey – Gute Nacht, Freunde …

… frohen Herzens genießen …

28. April 2011

Berlin, 28. 4. 2011, Do

Außerhäusig gemütlich sitzen
und rauchen (zu dürfen) war wie letztens festgestellt früher quasi eine Selbstverständlichkeit, heute dagegen schon eher unter die seltenen Glücksfälle zu zählen, so ausgedünnt sind mittlerweile, die Lokalitäten, die dies noch in geschlossenen Räumen gestatten.

Aber zum Glück ist jetzt
der Fröhling eingekehrt und der macht die Raucher fröhlich und gleich doppelt froh, denn nun ist es wieder möglich, gemütlich aushäusig zu sitzen und eine zu rauchen. Ein halbes Jahr nun wieder frohen Herzens genießen und keiner kann einen raus- oder weckschicken …

Es ist als ob das verlorene Paradies
zurückgekommen wäre. So sagte es einstmals Heinrich Lübke, wenn auch in eim anderen Zusammenhang.

Doch wie lange werden den Rauchern
diese Reservate ehemaligen unbeschwerten Genießens überhaupt noch erhalten bleiben ?  Wird es auch bei Straßencafés und Biergärten irgendwann demnächst neue Regelungen geben ?  Erst mal ganz vorsichtig eine Scheidung in Raucher- und Nichtraucherbereich ?

Habe zwar bislang
von Vorschlägen dieser Art noch nichts gehört, aber ich halte es nicht gerade für unwahrscheinlich. Man darf nicht vergessen – den Raucherhassern von der Antiraucherfront dürfte der Anblick fröhlich rauchender Männer und Frauen schier unerträglich sein, weil es sie an eine ihnen unangenehme Vorstellung gemahnen dürfte, nämlich, daß sich nicht gar soviel geändert habe, wenn ma die so qualmen sieht …

Und weil das bei diesen Gemütern
automatisch Groll hervorruft,  wird sie dies provozierende Bild sicherlich nicht kalt lassen und höchstwahrscheinlich Alpträume bei ihnen hervorrufen. Sie werden daher nicht ruhen, bis auch für den Außenbereich Regelungen zum Schutz der Nichtraucher Gesetz werden.

Und wenn ihnen auch
keine andere Begründung einfällt, als daß das Rauchen eben die Nichtraucher stört. Und destowegen dürfe man an deren Toleranz appellieren.

Das liegt nun einmal
in der Logik des Systems. Es würde mich also nicht überraschen, wenn in den nächsten Jahren so langsam eine Debatte betreffs Rauchen im gastronomischen Außenbereich beginnen sollte. So zumindest ist der Trend, wenn nicht endlich den häßlichen Idiologen und Manipulateuren Paroli geboten wird.

Im Land der begrenzten Unmöglichkeiten
sind sie wie immer schon ein paar Schritte weiter, wie ich letztens zufällig aufgestöbert habe. Da träumen die Transformer schon von rauchfreien Städten und rauchfreien Regionen wie auch davon, das Rauchen gänzlich ausmerzen zu wollen. Wegen der Volksgesundheit und so.

Was sind das nur für Nachtkappen
und eindimensionale Heuler !  Sind sich der eigenen, großen Tradition gar nicht mehr bewußt !  Eine Tradition, die von den indianischen Ureinwohnern vor Ankunft der Europäer gepflegt und ihnen als ein festes, kultisches Ritual war, eben zur Besiegelung gerade geschlossener Verträge das Kalumet, die Friedenspfeife zu rauchen,  .

Und davon wollen sie sich lösen,
weil sich die Burschen mit ihren Langweilergesichtern für der Weisheit letzten Schluß halten; einfach so, ohne jedes geschichtliche Bewußtsein gehen sie daran, eine alte Kulturtradition ihrer weitestgehend verdrängten Vorgänger auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen. Man faßt es nicht bzw. sich selber an den Kopf.

Ob Jowo Goethe,
obwohl eingefleischter Nichtraucher, denn heute noch dichten würde:

Amerika, du hast es besser
als unser Kontinent, der alte,
hast keine verfallenen Schlösser
und keine Basalte.

Dich stört nicht im Innern
zu lebendiger Zeit
unnützes Erinnern
und vergeblicher Streit.

Wer für aussichtslose Sachen etwas übrig hat, bitteschön …

Vielleicht Interesse an Schreibkurs ?  Beginnt Mitte Mai …
Und hier noch der Verweis auf

frohen Herzens genießen’ oder wer wird denn gleich an die Decke gehen. Erst lesen, dann HB-Männchen kucken.

Tabakskollegium

30. März 2011

Berlin, 30. 3. 2011 – Mi

Irgendwann, wenn der Irrsinn
immer weiter um sich greift, wird ma die 60er, 70er und 80er als die goldenen und prosperierenden Jahrzehnte verklären, weil damals die allgemeine Stimmung gut war und viele Probleme, die uns heute zwicken, gänzlich unbekannt waren.

Und nicht zuletzt wohl gerade deswegen,
da in diesen Zeiten nahezu überall tüchtig geraucht wurde, wie auch werden durfte, insbesondere bei den Vertretern der schreibenden Zunft, gleichviel ob nun Literaten oder Journaille; und weil eine qualmende Zigarre schon fast das Symbol für Aufschwung und wirtschaftliche Prosperität abgab.

Der populäre Wirtschaftsminister
jedenfalls, dem das Wirtschaftswunder zu danken war, ließ sich höchst selten ohne qualmende Zigarre ablichten und machte auch als zugkräftige Wahlkampf-Lokomotive gehörig Dampf .

Für Raucher waren das goldene Zeiten,
keine Frage, aber auch für die anderen, die sich im Wohlstand einrichteten und optimistisch in die Zukunft blickten. So ungefähr war nämlich die Grundstimmung, Aufbruch, Fortschritt und der Duft der großen, weiten Welt.

So golden die Zeiten
im Rückblick erscheinen mögen, so waren sie doch von einigen heftigen Erschütterungen und strukturellen Veränderungen geprägt, unter anderem daß sich ein forciertes Veränderungsfieber bei den jungen Leuten breitmachte, das die Wortführer am liebsten über gesellschaftliche Fortschritte fantasieren ließ.

Die Normalität begann also
problematisch zu werden und geriet langsam unter Rechtfertigungsdruck. Aber ganz sachte, denn zu verstiegen muteten erst mal die Konzepte an. Und doch sind dort die Anfänge zu suchen, da nicht gerade wenig von dem Irrsinn, unter dem wir heute zu leiden haben, in diesen Tagen angedacht und auf den Weg gebracht wurde.

Rauchen gehörte damals noch
zum guten Ton und war daher eine gern geübte Geste der Freundschaft, die darin bestand, den anderen, ob Freund oder Kumpel oder Geschäftspartner, locker zum Rauchen aufzufordern und ihm zu diesem Behufe sogleich auch eine Zigarette aus der eigenen Schachtel anzubieten und ebenso umgekehrt.

Und ebenso war es ein verbreitetes Ritual
unter alten Männern, nämlich in schönster Plauderrunde allesamt Zigarren zu rauchen und dabei in alten Geschichten zu schwelgen.

Dann war die Luft natürlich
schon bald darauf zum Schneiden, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch und damit es der Großmutter nicht zuviel wurde, wurden ja immer mal Fenster und Türen geöffnet. Ging also auch.

An Zigarren rauchten die alten Herren
zumeist ihre eigenen, doch kam es vor, daß aus purer Geberlaune oder aus besonderem Anlaß einer den anderen reihum eine Zigarre anbot oder als Zeichen der Wertschätzung dem Gastgeber beim Abschied eine für später zusteckte.

Alte Männer, die eine gute Zigarre
zu schätzen wußten, war in meiner Jugend, wenn ich mich recht entsinne, wohl mehr die Regel. Dieser Umstand hatte für mich als kleinen Jungen den Vorteil, daß ich mir zu Weihnachten und zum Geburtstag nicht sonderlich den Kopf zerbrechen mußte bei der Frage, was ich dem Großvater schenken sollte. Zigarren eben, damit der Opa was zu rauchen hat.

Ich jedenfalls fand damals
das Tabakskollegium der Alten ausgesprochen anheimelnd, saß still in der Ecke und hörte den Geschichten zu, von früher, von Leuten, die ich nicht kannte, vom Krieg und von der Politik und was ihnen sonst noch Thema war.

Situationen, an die ich mich
gerne erinnere, in denen man so viel mehr von den alten Männern erfuhr als sonst im normalen Umgang möglich war; Situationen aber, die heute aber so nicht möglich wären, da sie erstens der Gesetzgeber gar nicht zuläßt und aus Gründen des Gesundheitsschutzes von Kindern und Jugendlichen verbietet, zweitens die Großväter heute so sensibilisiert sind und einen dahero des Zimmers verweisen würden und drittens weil  eine solche Szenerie heute eher unwahrscheinlich anmutet, da die Großväter sich aus Gesundheitsgründen längst vom Rauchen verabschiedet haben.

Gut, daß es damals
diesen ganzen Quatsch noch nicht gab und ich unverstellt den Erfahrungen der Alten in ihrer bevorzugten Umgebung lauschen konnte.

Man sollte auch nicht vergessen,
daß viele ein durchaus biblisches Alter erreichten, trotz der steten Qualmerei, und häufig sogar die 80 überschritten. Und wenn ihnen die Zigarre noch schmeckte, konnte man  ziemlich sicher sein, daß es ihnen noch leidlich gut ging. Schmeckte sie ihnen aber plötzlich nicht mehr, dauerte es dann zumeist auch nicht mehr lange …

 

Und auf den Schnupperkurs Kreatives Schreiben Anfang Mai im LI-LA Literatur-Laden sei bei der Gelegenheit auch hingewiesen.

Eine Sache möchte ich
noch loswerden; hab ja nix dagegen, wenn man die Sprüche und Rauchermotive herunterlädt, aber daneben würd ich mich schon freuen, wenn der ein und die andere doch auch ab und an mal ein Schild wie etwa  ‘Rauchen kann gemütlich sein’ bei mir bestellen würde.

Kostet ja auch nicht sooo viel
und gibt’s in verschiedenen Größen. Und eignet sich auch als kleines Geschenk oder Mitbringsel für passionierte Raucher. Also, nicht immer nur, egoistisch sein und alles für lau haben wollen, sondern auch mal an andere denken und ihnen eine kleine Freude machen.

Und wer von den Lesern hier
für ein paar Tage in der Hauptstadt weilt, kann mir auch gern mal einen Besuch abstatten. Am Nachmittag ab 15 Uhr trifft er mich mit großer Sicherheit im Laden an. Übrigens, fürs Rauchen muß ma bei mir auch nicht vor die Tür treten …
Und so eine Ladenszene hatte es letztens im Neue-Spryche-Blogg

 

… Musikspur:  Santana – Samba pa ti …

… Menetekel New York …

28. Februar 2011

Berlin, 28. 2. 2011 – Mo

Zuletzt ja Tolkien unter Dampf hier gebracht ….
Da wüßte ich doch gerne, ob die eingefleischten, zum Teil zur Intoleranz neigenden Nichtraucher ihn, sofern sie ihn früher verschlungen haben, nun deutlich weniger mögen ?!  Halte ich nicht ganz für ausgeschlossen.

Zumindest läßt sich beobachten,
daß ein beliebter Popsänger aus den 70ern, nämlich Cat Stevens, seitdem er sich einen neuen, ziemlich programmatischen und unmißverständlichen Namen verpaßt hat, rapide an Anhängern eingebüßt hat. Und ich muß gestehen, ich mag seine Sachen auch nicht mehr, auch solche, die mir ehdem einmal gut gefallen haben.

Daß so einer, noch dazu von griechischer Abstammung,
in diesen Huntington-Zeiten die Fronten wechselt und einen auf islammfromm macht, ist unter aller …

Aber halt, ich komm vom Thema ab.
Hier geht’s ja nicht um die nachhaltige Umgestaltung unseres Lebensraums in kultureller und religiöser Hinsicht sondern mehr um die Anmaßungen, die sich die verbotsgeile, erziehungsdiktatur-affine Nichtraucherlobby herausnimmt.

Deren Konzept, nein besser Strategie
– denn die agieren wie im Krieg und sind stets auf neue Geländegewinne aus – läßt sich in wenigen Worten umschreiben, nämlich die Raucher, wo es nur geht, auszugrenzen, sie voller Häme vor die Tür zu schicken, sie als Gesundheitsrisiko hinzustellen, sie selbst zu Kranken zu erklären, sie als Süchtlinge und willensschwache Charaktere abzustempeln und sie auf diese Weise immer mehr zu asozialisieren,

Nur so abgewrackte Typen rauchen noch,
soll die Botschaft sein. Alle anderen haben’s inzwischen begriffen, sind vernünftig geworden, ernähren sich jetzt gesund und gehen regelmäßig schoggen.

In diese Richtung zielt zumindest die Propaganda,
daß Rauchen heute nicht mehr zeitgemäß sei, und nur noch bei Hartzern und anderen Luhsern vorzufinden.

Mit allen Mitteln und aller Gewalt
wollen sie den Rauchern ein schlechtes Immitsch verpassem und so einen wachsenden gesellschaftlichen Druck auf sie ausüben, damit sie kapitulieren und endlich davon lassen, um nicht gesellschaftlich ganz niedrig taxiert zu werden.

Wenn das nicht infam ist !
Dabei gibt es auf Seiten der Raucher jede Menge kluge und kreative Leute zu reklamieren, die in ihrem Bereich Wirkung entfaltet haben und sehr geschätzt waren, wenn nicht verehrt wurden und über deren ausgeprägte Neigung, eben dem Tabak zu frönen, kaum ein Wort, jedenfalls kein böses verloren wurde.

Das vereint zB. zwei so gegensätzliche Charaktere
wie Gottfried Benn und Bertolt Brecht. Oder Thomas Mann und Ludwig Erhard und wie sie alle heißen.

Und heute macht man dieses Gemehre.
In New York, wie vor ein paar Wochen in den  Nachrichten kam, jedenfalls geht dieser von langer Hand angeschobene Wahnsinn fröhlich weiter, die nächste Etappe auf dem Weg zur rauchfreien Stadt wird ab März oder April eingeläutet.

Und dann wird das Rauchen am Strand,
in Parks und an exponierten öffentlichen Plätzen verboten, also unter Strafe gestellt. Wer an diesen Plätzen dann noch raucht,  soll mit knapp 40 € umgerechnet zur Kasse gebeten werden.

Wenn man einem normalen Menschen
vor 30 Jahren gesagt hätte, daß so ein absurdes Theater innerhalb weniger Jahrzehnten durchexerziert würde, hätte der einen glatt für verrückt erklärt.

Ob diese Entwicklung eventuell
mit dem (mentalen) Zustand der Zeit zu tun haben könnte ?!  Vielleicht hier mal lesen.

… Musikspur: Strange Days – the Doors …

… Antirauchersprüche …

31. Januar 2011

 

Berlin,  30. 1. 2011 So

Staune ja immer wieder,
wenn ich mich für diesen Blogg  in die Statistiken vertiefe, wie viele, dem Rauchen an und für sich negativ eingestellte Leute doch hier im Raucherclub landen.

Die geben zumeist so seltsame Begriffe
wie Antirauchersprüche ein und finden sich dann in einer virtuellen Qualmbude wieder. Schon kurios, der Casus macht mich lachen. Aber vielleicht ziehen sie auch gerade wieder Leine und hüsteln einmal kurz indigniert.

Oder sie suchen einen besonderen Kick,
um ihr Mütchen zu kühlen. Ganz vereinzelt hinterlassen sie dann auch Spuren und ergehen sich in Gehässigkeiten und anderen unschönen Verhaltensweisen.

Hatte da nämlich mal einen,
den ich löschen mußte bis auf eine kleine Kotzprobe, weil es einfach zu ekelig war und noch dazu zu eim überaus langen Sermon ausgewalzt war. Hat mir dann einige Einblicke in eine bornierte, verkorkste Seele gewährt. Dann doch lieber rauchen !

Und wenn mir einer erzählen will
was, du rauchst (noch) ! – dann sag ich ihm gleich – ja und, was spricht denn dagegen ?  Ich renn ja auch nicht ständig in die Apotheke und hol mir dies und das gegen dieses und jenes Wehwehchen. Und außerdem mag ich es nicht, wie es in Apotheken so riecht.

Also Distanz wahren;
war ja zum Glück bislang nur in seltenen Fällen genötigt, einen Pillenladen aufzusuchen. Dann doch lieber eine verruchte, verrauchte Kneipe oder ein ebensolches Café. Aber die hat das dämliche Rauchverbot bis auf einen winzigen Rest schon gekillt.

Meine Devise daher –
lieber keine Medikamente aus der Apotheke und dafür lieber eine rauchen. Denke mal, das schadet auch nicht mehr als die Pillen und Pastillen, die sich die Leute stattdessen ständig so reinpfeifen. Nun, irgendwie muß man in diesen hektischen und zunehmend entfremdenden Zeiten ja seinen Stimmungshaushalt regulieren.

Und dafür ist die Zigarette,
liebe Nichtraucher, nach wie vor ein probates Mittel. Übrigens bin ich auch gar nicht so unsportlich, wie ma valleicht annehmen könnte; sobald das Wetter mich ein wenig motiviert, begeb ich mich auf die Piste und fang mit dem Schoggen wieder an. Und solange ich beides noch auf die Reihe bringe, bleibt mir das Rauchen eine liebe Angewohnheit.

Um was geht es eigentlich ?
Ach so, der Raucher atmet mit Bedacht (gesundheitsschädlichen) Rauch ein – sagen die Nichtraucher. Doch ist das wirklich nur Rauch ?!  Nein, sagen die Raucher.

Und sie haben recht;
denn für die Raucher ist es nicht bloß schnöder Rauch sondern aromatisierte Luft, die dem natürlichen Prozeß der Atmung einen zusätzlichen Kick verleiht. Aber um das zu verstehen, muß ma wohl ein Luftzeichen sein – Wassermann, Zwillinge oder Waage.

Unter den Kreativen
sind die Raucher jedenfalls weit verbreitet, vor allem solche von großer Inspiration und mit einer ausgeprägten, überbordenden Fantasie wie ein neues Bild in der Galerie der Raucher zeigt.

kreativer Raucher

Wer sich noch ein wenig in vergangene Zeiten vertiefen will, findet hier noch einen schönen Apho.

 

… Musikspur:  Luzifer – Alan Parsons Project …

… die erste Zigarette …

31. Dezember 2010

 

Berlin, den 31. 12. 2010

Das Leben ist bekanntlich spannend,
auch wenn viele es mit zunehmenden Alter als eintönig und langweilig empfinden mögen, weil stets im gleichen Trott und ohne echte Höhepunkte.

Aber weiß ma denn,
was als nächstes passieren wird ?  Das Leben ist prinzipiell für Überraschungen gut, sowohl für angenehme wie auch unangenehme. Das passiert natürlich nicht ständig, aber doch von Zeit zu Zeit und in manchen Phasen sogar gehäuft. Auf einen Schlag gewinnt dann das Leben Farbe und Intensität und der grieselig-graue Alltagsschleier zerreißt lautlos. Paar Spritzer Adrenalin ins Blut und schon ist man voll da, also hoch konzentriert.

Ach ja, die erste Zigarette
im Gebüsch mit den Jungs, eine seltsame Erfahrung, ganz ungewohnt zunächst und auch nicht so bekömmlich. Sachte ziehen und erst mal paffen, sonst war ein Hustenanfall vorprogrammiert, wenn nicht schlimmeres.

Einer aus der Gruppe,
sechssieben mögen es gewesen sein, hatte gleich getönt, als man sich zur einsetzenden Dämmerung versammelte – ich hab’n Päckchen Zigaretten … Wo er das wohl herhatte ?  Sicher vom Vater oder Onkel stibitzt. Aber egal, das beschäftigte uns damals nicht.

Hauptsache ein kleines Abenteuer,
etwas Verbotenes halt, ich muß wohl so um die 12 Jahre alt gewesen sein. Als dann der edle Spender reihum jedem wie ein Alter aus seiner Schachtel Zigaretten anbot, übrigens nicht alle griffen zu, und darauf dann zackig jedem Feuer gab, fühlte man sich für einen Moment als ein Großer, dh. wie ein Erwachsener, obschon die Zigarette zwischen den Fingern etwas seltsam anmutete.

Klar, das erste Mal eben.
Aber wenn man es dann noch schaffte, den Rauch  ohne Husten zu inhalieren, dann spürte man auch dies angenehme Kribbeln in den Armen. Nun, es war schon ansatzweise ein entrückendes Erlebnis, sowohl durch Umstände als auch durch Anlaß, heimlich sich in einen anderen Bereich zu begeben im Kreis der Mitverschworenen für eine Zigarette (oder waren es nicht sogar zwei ?) als ein Erwachsener zu fühlen und quasi vorzuschmecken.

Mit einer leichten Euphorie
traten wir dann schließlich den Heimweg an, da es inzwischen dunkel geworden war und man das Abendbrot nicht versäumen wollte, und nahm sich gegenseitig das Versprechen ab, dies Geheimnis ja zu bewahren und nicht auszuplaudern.

Ein bißchen bange
war mir dann schon, als ich zuhause eintrudelte; tat erst so, als wäre nichts besonderes gewesen, aber meine Mutter schöpfte gleich Verdacht, kam mir nahe und forderte mich auf, sie einmal anzuhauchen. Merkte sie natürlich gleich.

Du host geraacht !
sagte sie und es folgte eine Standpauke. Weil zu ungesund und weil  zu jung dafür und natürlich auch wegen der Leute. Der rauchige Atem war eindeutig, und den hatte ich als seltsamen Geschmack so  unverkennbar im Mund, daß ich schon unterwegs daran denken mußte, mich so zu verraten. Wenn nur dieses verdammte Danach nicht wäre !

Jaja, es macht Pläsier,
wenn man’s ist, doch Verdruß, wenn man’s gewesen. Nun, Wilhelm Busch hat für diese Problematik oder besser diesen Zwiespalt die absolut passenden Worte gefunden.

Übrigens auch so einer,
der eine besondere Affinität zum Tabak hatte und nicht gerade jung gestorben ist. Nun, vielleicht machte ihn ja sein Humor und seine künstlerische Ausdruckskraft immun gegen die gesundheitsschädlichen Folgen, die ma heutzutage dem Tabakrauch apodiktisch nachsagt, als wäre nicht die Lebensweise im allgemeinen wie auch die Lebenseinstellung im besonderen letzthinnig entscheidend dafür, wie gesund oder kränklich man sich so durchs Leben schlängelt.

Und einer von vielen Kreativen,
der ein opulentes Werk hinterlassen hat – das viele Generationen erfreute und noch immer fasziniert – und zumindest einen Teil seiner Inspiration dem Zug aus der qualmenden Pfeife verdankte. Davon demnächst mehr, denn es gibt schließlich so viele von dieser Kategorie.

Ach, und nächstes Jahr
steht da ja ein bemerkenswertes Jubiläum an, doch davon mehr im neuen Jahr …

Was zum Ablachen hätte ich da auch noch. Kann ma sehen, wie schlimm doch das Rauchen ist, zumindest für Außerirdische.

Und dann wäre hier
noch ein interessanter Beitrag im Neue-Spryche-Blogg.

… in Sachen Rauchen und Raucher …

30. November 2010

Berlin, 30. 11. 2010

Es ist mir noch immer schleierhaft,
wie die Langweiler von der Nichtraucherlobby es eigentlich geschafft haben, das Immitsch in Sachen Rauchen und Raucher zumindest in den gesellschaftlich maßgeblichen Kreisen so sehr ins Gegenteil zu verkehren.

Galten Raucher früher
als lässig, dynamisch, unkompliziert, vom Duft der großen weiten Welt umweht usw. – als Macher und abgeklärte Helden wie Humphrey Bogart et al., also als sympathisch und durchweck positiv anzusehen, so wird heute ziemlich das gegenteilige Bild suggeriert, als eine Anhäufung allein negativer Attribute stets im vorwurfsvollen Tone formuliert, nämlich sie seien haltlose, schwache Charaktere, der Sucht verfallen und damit krank, wie auch ein schlechtes Vorbild, eben tendenziell asozial.

Und daher sei es nur
recht und billig, daß man ihnen Stück für Stück die Räume immer enger mache, um sie auf rigide Art zur Einsicht zu drängen. Raucher raus ! Denn so etwas unfeines gehört sich nun nicht für drinnen, bäh !  So hat es Papa Staat mit Mutti jetzt schon vor fast drei Jahren erlassen.

Auf daß sich die uneinsichtigen Raucher
während der nächsten dreivier Monate wieder einen zu recht schlottern und sich beim Quarzen den Arsch abfrieren. Wer nicht hören will, muß fühlen, hört das uneinsichtige Kind, oder wer in Winterszeiten rauchen will, muß halt frieren.

Diese Demütigung
haben sich die pädagogisch-wertvollen Gumschen-Politiker mal wieder fein ausgedacht. Aber halt, die setzen ja nur um, was die Eumel von der EU ihnen serviert haben. (Mehr dazu hier)  Es ist schon reichlich absunderlich, wie eine solche Regelung Konsens werden konnte, einen noch immer beträchtlichen Teil der Bevölkerung aus missionärrischem Eifer konsequent die Tür zu weisen.

Nur weil es den Raucher
in Stätten der Gastlichkeit dann und wann nach eim Zeichen der Gastlichkeit, einer Zigarette nämlich, gelüstet, soll er mit eim Mal heute nun ein übler Mensch sein, den man eim räudigen Hunde gleich vor die Tür schicken darf,  sollte er sich erdreisten, tatsächlich sich eine Zigarette anzuzünden ?!  WIR MÜSSEN LEIDER DRAUßEN BLEIBEN !

Soweit in etwa der Stand der Dinge.
In dem Zusammenhang würde mich mal interessieren, wie denn die armen Bayern in diesen kalten Tagen mit dem totalen (absoluten oder unter was firmiert das eigentlich ?) Rauchverbot denn so zurecht kommen ?

Nun, was ist da eigentlich passiert ?
Die Raucher wurden also, und das ist ja das verrückte, in eim langen, anfänglich belächelten Prozeß so nach und nach immer mehr ins Visier genommen und medienwirksam an den Pranger gestellt; mit dem Ergebnis, daß sie in dieser verrückten Zeit inzwischen zu einer Art Reserveschurken avanciert sind, da man sich noch immer scheut, die wahren Schurken zu benennen.

Sie müssen nun als Prügelknaben herhalten,
damit auf einem Felde wenigstens gesellschaftlicher Fortschritt suggeriert werden kann (Nichtraucherschutz), da anderweitig auf allen anderen Feldern der Fortschritt so gar nicht mehr vorankommt, im Gegenteil.

Da wollen unsere Politoberen
die Nichtraucher umfassend  vor dem achso schädlichen Tabakrauch schützen und zeigen aktivistisch enorme Tatkraft, aber an allen anderen Ecken und Enden, wo Menschen zu schützen wären, zB. alte Menschen von brutalen Überfällen zu bewahren, Schüler vor Drangsalierungen durch Gleichaltrige vor allem mit Mihigru, und Frauen vor Vergewaltigern zu schützen, indem man eben nicht zuviele diesen Kalibers frei herumlaufen bzw. einreisen läßt und insgesamt die Gesellschaft vor einer ausufernden Kriminalität zu schützen, wäre eigentlich die Aufgabe, der sich die Politik zuvörderst annehmen müßte; denn die Gefährlichkeit eines gezückten Messers ist im konkreten Falle um ein Vielfaches höher anzusetzen als das kurzzeitige, ungewollte Einatmen von Tabakrauch.

Das sieht mir doch mehr
nach eim Nebenkriegsschauplatz aus, den man eröffnet hat, weil ma nicht weiß, wie mit den wahren, den massiven Problemen umzugehen ist; oder auch weil man vielleicht gar nicht will. Hauptsache die Leute sind wegen einer offensichtlichen Lappalie entzweit und fürs erste damit abgelenkt. Bleibt noch die Frage von oben.

Wie konnte es soweit kommen ?
Über den Keimprozeß hab ich schon einen Versuch  hier unternommen; aber als die Sache endlich in Fahrt kam, erfolgte ein Trommelfeuer aus Gesundheitsrhetorik, untermalt von quasi heiligen Erkenntnissen der Wissenschaft, in zahllosen medizinischen Studien dokumentiert und das alles dann mit eim Wust aus Zahlen und Tabellen angerichtet und dem staunenden Publikum vor die Füße geknallt.

Jaja, die Wissenschaft hat festgestellt,
daß Marmelade … und dann muß es wohl auch stimmen.
Komisch, ich muß gerade an Fahrradhelme denken; davon jedoch ein ander Mal.

Hätte aber noch anzukünden, daß die KALENDER-SPRÜCHE von Eo für 2011 zu haben sind. Der Sprüche-Kalender des Freestyle-Philosophen kostet 4 Euro + VK. Hier der Januar-Spruch. Übrigens kein Dreckfuhler; die zwei Eff sind im JPG-Format etwas zusammengerutscht

 

Wer noch nicht genug hat, kann hier weiterlesen. Auch ein interessantes Thema.

 

 

… Musikspur: Miles Davis – Time after Time …

… Raubrittermethoden …

31. Oktober 2010

Schild, 10 x 15 cm, gibt's bei Eo im LI-LA Literatur-Laden - www.eoscheinder.de

Berlin
31. 10. 2010

So schofelig können auch nur Politiker sein. Ihr Umgang mit den Rauchern macht es offenkundig. Wie maßlos haben sie sich doch auf den Raucher eingeschossen !  Die Räume immer enger machen, lautet die Devise.

Erst zeigen sie ihm die rote Karte, schimpfen ihn Luftverpester und Gesundheitsgefährder und weisen ihn dahero systematisch vor die Tür; und als ob das nicht genug wäre,  wollen sie nun von ihm für ihre rigiden Liebesbezeugungen auch noch ein Extra-Salär einfordern, prosaisch gesprochen also die Tabaksteuer erhöhen. Und das nicht einmal sondern in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten, damit die Raucher endlich begreifen, daß sie da eim teuren Hobby frönen. Von Jahr zu Jahr eine Zigarette weniger in der Schachtel, so in etwa der Plan, damit es nicht gar so auffällt. Aber beim Feinschnitt und den billigeren Selbststopf-Varianten darf’s auch ruhig ein wenig mehr an Steuerzuschlag sein.

Der Kampf gegen die Raucher geht munter weiter – man bedient sich dazu der Gesetzesmaschinerie und wie jetzt wieder zu sehen der gezielten Abschröpfmethode. Es reicht ihnen nicht, die Raucher zu diskriminieren und sie in diesen Tagen nun wieder frieren zu sehen, nein, sie sollen auch Jahr für Jahr tiefer in die Tasche greifen.

Wie hoch ist denn derzeit der Steueranteil bei einer Zigarette ?  80 % oder gar darüber ? Keine schlechte Schätzung – habe gerade ein klein wenig gegugelt und bin reichlich fündig geworden.

Wenn ma sich nur mal die Zahlen in ihren Relationen zu Gemüte führt, kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln, denn das sind die reinsten Raubrittermethoden. Das gewünschte Produkt darf nur dann verkonsumiert werden, wenn der Verb-Raucher bereit ist einen künstlich um das Vierfache erhöhten  Preis zu bezahlen, der dann als einbehaltene Steuer direkt an die Raubr.. äh in die Staatskasse fließt.

Die Instanz, die imgrunde so gar nichts mit der ganzen Sache zu tun hat, nämlich einerseits mit dem Bedürfnis des Konsumenten und andererseits dem Angebot des Produzenten, und auch sonst nichts zu der Sache hinzutut, sichert sich den Löwenanteil und meint mittlerweile die beiden praktisch allein an dem Deal Beteiligten fortwährend zu gängeln und beschimpfen zu können.

Wenn das nicht dreist ist – und schofelig dazu !  Da bin ich versucht an einen Uralt-Artikel aus der Anfangsphase  hier im Raucher-Club zu erinnern. Schild  siehe oben (kann bestellt werden). Der Beitrag dazu findet sich auf der Stichwortleiste. Der Spruch war auch mal der Januar-Kalenderspruch der Kalender-Sprüche 2008.)

Hier noch kurz und knapp die Recherche-Ergebnisse.

Wikipedia :
2006 machte der Steueranteil knapp 75 Prozent des Preises einer Packung Zigaretten aus. Damit sind Zigaretten neben Benzin das mit Abstand am höchsten besteuerte Produkt.

Und bei rauchfrei findet sich dies:
Ein Raucher, der durchschnittlich 20 Zigaretten am Tag raucht, mußte 2004 rund 1390 Euro statt 1217 Euro in 2003 für seine Glimmstängel ausgeben. Ab 2005 waren es 1478 Euro und ab September 2005 sogar 1622 Euro. Im Jahr 2003 gingen über 77 Prozent des Zigarettenpreises direkt an den Fiskus.

Die aktuellen Nachrichten dieser Tage klangen etwa so:

Zigaretten sollen in den nächsten fünf Jahren durch höhere Steuern um bis zu 40 Cent teurer werden. Bis 2015 könnten die Steuern für eine Packung mit 19 Zigaretten voraussichtlich jährlich um vier bis acht Cent steigen. Das geht aus einem Konzept des Bundesfinanzministeriums hervor.
Bei losem Tabak (Feinschnitt) will der Fiskus noch härter zugreifen, was Raucher selbstgedrehter Zigaretten trifft: Bei einer 40-Gramm-Packung sind es pro Jahr etwa zwölf bis 14 Cent – insgesamt also ein Steueraufschlag von bis zu 70 Cent. Das Fünf-Stufen-Modell soll zum 1. Mai 2011 in Kraft treten.

Darüber, daß es auch schon einmal vor langerlanger Zeit auch mal eine veritable Tabaksteuersenkung gab, davon valleicht ein anderes Mal.

Zu eim andern Spruch und eim weniger profanen Text geht es hier.

 

… Klimawandel …

28. September 2010

Berlin
28. 9. 10 Di

Von wegen Klimawandel. Der Herbst zieht mit großen Schritten und nassen Fingern heran und schüttelt die Bäume schon mal tüchtig durch. Die Autos am Straßenrand heute Morgen sahen auch alle so schön gelb gesprenkelt aus. Für mein Gefühl doch reichlich früh in diesem Jahr und das ist schade, denn von nun an findet alle Gemütlichkeit wieder fast nurmehr in geschlossenen Räumen statt. Aber was hat ma denn für eine andere Wahl, wenn das Wetter immer ungemütlicher wird und es nun unweigerlich von der lichten in die dunkle Jahreshälfte hinübergeht.

Das ist nicht bloß astronomisch, klimatisch, mental und klamottenmäßig ein herber Einschnitt und daher gewöhnungsbedürftig, sondern vor allem für die Raucher eine echte Zäsur. Vorbei ist’s mit der Leichtigkeit, die der Sommer gewährte; diese schöne Lässigkeit, eben mal kurz, wenn es die Zeit erlaubte, sich in ein Straßencafé oder einen Biergarten zu setzen, die Atmosphäre zwischen den Leuten genießen und wenn es einem danach ist, sich eine anzustecken.  Ohne mit diesem Verlangen gleich anzuecken…

Den ganzen Sommer über störte mich das eudämliche Rauchverbot weiter gar nicht. Die blassen Gesundheitsfanatiker und Rauchophoben konnten gerne die leeren Räume für sich allein haben,  denn die Raucher zog es als luftige Gesellen nicht bloß wegen der Gesetzeslage an die frische Luft; und über ‘draußen’ haben sie ja zum Glück noch nicht zu bestimmen. Aber jetzt wird man als Raucher wieder von den lausigen Realitäten eingeholt, die einen Sommer lang erfolgreich verdrängt werden konnten, und ma beginnt zu fluchen.

Wie rigide und intolerant die totalen Rauchgegner auftreten, zeigt ja das unlängst in Bayern verfügte nahezu uneingeschränkte Rauchverbot in der Gastronomie. Keinen Raum in der Herberge will man künftig den Rauchern gewähren – wirklich sehr christlich dieses Gebahren.

Wenn diese Fanatiker, die die Menschen nicht bloß mit den total aufgebauschten Gefahren des Passivrauchens schrecken, sondern auch mit dem sogenannten Klimawandel und der damit einhergehenden globalen Erwärmung Angst einjagen, auf länger am Drücker bleiben, wünscht ma sich am Ende gerade eben diesen.

Denn wer hätte schon etwas gegen Temperaturen wie in Italien einzuwenden ?  Und das eudämliche Rauchverbot wäre mir dann auch ziemlich schnuppe, da man an zehn bis elf Monaten ohne Einschränkung der Lebensqualität nach draußen ausweichen könnte.

Übrigens, ein sprechendes Beispiel dafür, was dabei herauskommt, wenn Fanatiker und Bürokraten der EU ihrer Regelungswut freien Lauf lassen und dabei eim irrigen Gleichheitskonzept huldigen. Typisch EU, möchte man sagen, wollen alles vereinheitlichen und angleichen, koste es, was es wolle.

Und so macht denn ein aufgeblähter Apparat, dessen architektonische Gestalt von abstoßender Häßlichkeit ist, mit Vorliebe Gesetze über die Köpfe der Menschen und vor allem der Betroffenen hinweck, ohne die Besonderheiten und die klimatischen Bedingungen der einzelnen Länder dabei zu berücksichtigen.

Aber die kennen eben nur gleich und wollen daher alles gleich machen. Ganz egal, ob die Natur dies auch hergibt.

Hätte da noch für die Leser in Berlin für diesen Freitag eine interessante Lesung bei mir im LI-LA Literatur-Laden in Charlottenburg anzubieten und zwar eine schon ein wenig in die Jahre gekommene Streitschrift von eim großen Natur- und Verhaltensforscher: Konrad Lorenz – ‘Die acht Todsünden’. Näheres im Apho-Brief auf eos-o-ton.

Und wer noch mehr Lust auf Stöbern hat, mag auch hier mal klicken – Gumschen-Deutsch.


… Musikspur: Bamboleo – Gipsy Kings …