Archive for the ‘Schilder’ Category

…Rauchen kann gemütlich sein…

27. November 2008

Rauchen kann gemütlich sein

Rauchen kann gemütlich sein

Berlin, 27. 11. 08

Habe letztens einen falschen Fehler gemacht und das Schild RAUCHERKNEIPE erst ganz an den Schluß gesetzt. Aber ein Schild ist nun einmal dafür da, daß man es gut sieht und damit alsbald wahrnimmt. Und wie ich aus den Statistiken ersehen kann, ist RAUCHERSCHILDER mit einer der gefragtesten Suchbegriffe (neben RAUCHERCLUB, das natürlich mit großem Abstand führt), der auf diese Seite hier verweist. An Schildern, insbesondere witzigen und originellen die leidige Sache betreffend, scheint doch noch immer ein gewisser Mangel zu bestehen. Zu lange haben die Raucher ihre verbiesterten und so sachlich, nüchtern tuenden Widersacher nicht richtig ernst genommen und sich daher auch nie so recht träumen lassen, daß die rigorosen Vorstellungen dieser stark idiologisierten Leute einmal Gesetzeskraft erlangen würden. Die vorsätzliche Panikmache mit Kampfbegriffen wie „Passivrauchen“ entlockte den Rauchern zwar nur ein müdes Lächeln (schließlich erreichte meine Großmutter, um das einmal hier zu sagen, bei anhaltender körperlicher und geistiger Beweglichkeit bis fast zum Schluß das stattliche Alter von 88 Jahren und dies in eim Raucherhaushalt, in dem mal weniger und mal mehr gequalmt wurde), aber in den Medien und in der Öffentlichkeit wurde das „Passivrauchen“ als eine große Sache verkauft, als eine vorsätzliche Gesundheitsschädigung nämlich wenn nicht gar als lebensbedrohliche Vergiftung. Der Raucher wurde auf diesem Wege zu eim notorischen Umweltsünder und Luftverpester ersten Grades abgestempelt, der fortan nicht mehr in geschlossenen Räumen zu dulden sei …  Die Logik dahinter ist ziemlich kompromißlos und ebenso schlicht – wenn ein Raucher nicht anders kann und seim schädlichen Laster frönen mag, so soll er für die Zeit eben vor die Tür gehen, aber nicht  kultivierte Leute mit seim Qualm belästigen. An sich schon keine besonders höfliche Geste, doch jetzt, wo der Winter Einzug hält und die niedrigen Temperaturen erst einmal verdaut werden müssen, eine ziemliche Unverfrorenheit. Vielleicht feixen sie sich ja einen und sagen zu einander, seht wie mächtig wir sind; die ganzen uneinsichtigen Raucher, diese Primitivlinge, haben wir vor die Tür geschickt. Jetzt könnt ihr sie wieder schlotternd in Trauben auf dem Trottoir rumstehen sehen, wie sie hektisch an ihrem Glimmstengel ziehen. Da hört bekanntlich die Gemütlichkeit auf, denn mit dem Rauchen ist es wie mit den meisten Dingen; um sie richtig genießen zu können, braucht es auch Atmosphäre, ein gewisses Umfeld und natürlich auch die richtige Einstellung, die man selber mitbringen sollte – allesamt Faktoren, die sich vor der Tür bei klammen Fingern in der Regel nicht so leicht einstellen wollen. Dabei kann Rauchen so gemütlich sein, wenn eben das Umfeld stimmt und man dafür nicht vor die Türe gehen muß.
Und was das neue Schild oben angeht; nun diese ganze vermaledeite Dumm- und  Dumpfpropaganda, wie sie zwangsweise nun auf jeder Zigarettenschachtel stehen muß, reizt mich allemal zum Widerspruch, zumal der kulturelle und genießerische Aspekt beim Rauchen von offizieller Seite weder Erwähnung noch Beachtung findet und man allein mit aufgebauschten gesundheitlichen Risiken (Passivrauchen etc.) argumentiert. Die unterdrückten Facetten, die sehr wohl mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können, sind daher auf diesem Schild versammelt. Und hat auch einen optimistischen Schluß – statt dummer Angstparolen ‚Raucher sterben früher‘ heißt es aufmunternd – von wegen, die Raucher sterben nicht aus.
Das Schild ist in verschiedenen Größen zu haben (13 x 19 cm = 2 €) ebenso größer und kleiner (Preise auf Anfrage) auch als Postkarte (10 x 14 cm = 1 €)
Das Schild RAUCHERKNEIPE gibt es in unterschiedlichen Farben (rot, gelb, grau, blau) und ebenso in verschiedenen Ausführungen – RAUCHER; RAUCHERCLUB;  wie auch mit dem Zusatz ‚Zutritt ab 18 Jahre‘

…ein Wink mit dem Faulzahn…

4. November 2008

Berlin, Di 4. 11. 08
Im Sommer war wenig Grund zu klagen; da bot sich dem passionierten Raucher fast überall die kreative Option; statt von Zeit zu Zeit vor die Tür zu gehen und sich dabei wie rausgeschickt vorzukommen, ließ sich locker draußen verweilen und dort inmitten von anderen gemütlich seinen Kaffee oder je nach Temperatur oder Tageszeit sein Weizenbier trinken wie auch nach Lust und Laune dann und wann eine Zigarette dazu genießen. Das zum einen entspannte die Situation merklich, zum anderen ließ im Juli dann noch eine Grundsatzentscheidung vom Verfassungsgericht das Herz der Raucher höher schlagen, nämlich daß es aus Wettbewerbsgründen nicht zulässig sei, die kleinen Eck- oder Einraumkneipen zum absoluten Rauchverbot zu verpflichten, besser zu zwingen, sofern sie keine zubereiteten Speisen ihren Gästen anböten … Hab mich damals auch sehr gefreut, zum einen wegen der Sache, zum anderen wegen der Eckkneipen, denen die Stammgäste weckblieben. Aber jetzt, wo es auf den Winter zugeht und uns der November bald seine eklige, naßkalte Schulter zeigt, beginne ich doch wieder aus vollem Halse über das strikte Rauchverbot, das eine ominöse Nichtraucherlobby im Verbund mit opportunistischen, rückgrat- bzw. eierlosen Politikern über das Land verhängt hat, zu räsonieren. Ich hasse es einfach rausgeschickt zu werden, nur weil ich gelegentlich einem Laster frönen will, das in den letzten Jahrhunderten uneingeschränkt dem Genießen und dem Behagen zugerechnet wurde. Und jetzt fängt dieses Elend nun wieder an virulent zu werden; Eckkneipen, in denen man wie weiterhin unbelästigt paffen kann, gibt es genug; die sind mittlerweile alle durch ein mehr oder minder gelungenes Schild als soliche gekennzeichnet – da steht dann ein großes R oder Raucher bzw. Raucherkneipe in Verbindung mit einer brennenden (nicht durchgestrichenen) Zigarette. Doch solch unbeschwertes Rauchen geht allesamt nur in Eckkneipen, keinesfalls in Cafés; dort wurde, soweit ich da einen Überblick habe, das Rauchen als zulässige Verhaltensoption des Gastes radikal abgeschafft, egal ob nun Café Einstein oder Café Hardenberg; in ersterem wird der Gast vor dem Eingang ziemlich generalstabsmäßig von eim großen, dh. unübersehbaren Standaschenbecher empfangen, an dem sich der Raucher für die Dauer des Kaffeehaus-Besuchs von seiner geliebten Fluppe verabschieden soll. Sozusagen ein Wink mit dem Faulzahn, pardon mit dem Zaunpfahl.

Einer der häufigsten Suchbegriffe, über den die Raucherclub-Seite gefunden wird, ist übrigens Raucherschilder. Wie es ausschaut, scheint es diesbezüglich einen gewissen Bedarf zu geben. Habe da letztens ein gar schönes Raucherschild entworfen, das sich gut zur Kennzeichnung im Fenster oder in der Eingangstür eignen würde. Wenn jemand da Bedarf hat und was originelles sucht … Das Schild hat die Abmessungen 13 x 19 cm, ist stabil und abwaschbar und kann zum Preis von 2 Euro + VK bestellt werden. Die Email dafür finden Sie hier. Demnächst weitere witzige Schilder wie RAUCHEN KANN GEMÜTLICH SEIN hier im Raucherclub.  

 

Raucherkneipe

Raucherkneipe

 

 

…Riesige Risiken…

25. Februar 2008

Riesige Risiken

25. 2. 08 Mo

Neues Schild: Riesige Risiken – oder RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch mal WordPress ausdrücklich loben, denn die Begleitfietschers (pardon, find ich einfach lustig) zur Webseit sind doch sehr übersichtlich und sehr detailliert. Und eine Sache ist ganz besonders interessant, nämlich die Seite mit den Suchbegriffen – dh. wie die Leute so auf die Seite gekommen sind; die meisten natürlich über RAUCHERCLUB in den unterschiedlichsten Schreibweisen zB. mit p also Clup und dann ebenso mit anderen Wörtern wie Rauchverbot, Gesetz, gründen und Voraussetzungen angereichert, aber daneben nicht ganz so pragmatisch gedacht auch Zusätze wie Raucherverse, Gedichte und Raucherschilder. Ich nehme doch mal stark an, daß alle, die sich im Inet auf die Suche nach Alternativen begeben, nicht allzu begeistert von dieser neuen, sehr unausgewogenen Regelung sind, die das Rauchen fast nur noch unter freiem Himmel oder in Privaträumen erlaubt. Und den meisten mutet dies auch als eine ungerechtfertigte Verteufelung an, denn aus allen Kanälen wird von den Gefahren dieses Lasters gewarnt und im Fernsehen sieht man auch fast keine Zigarette mehr; es werden in Krimis kaum noch Zigaretten angesteckt. Irgendwelche Weißkittel von irgendwelchen staatlichen Instituten warten mit vielstelligen Zahlen auf, die einen exakten und unmittelbaren Zusammenhang suggerieren und zudem noch glauben machen wollen, daß bei erfolgreichen Eindämmung des Rauchens die Kosten im Gesundheitswesen auf vielleicht die Hälfte gesenkt werden könnten. Hauptsache man hat wieder einen Teufel, vor dem man mit aller Entschiedenheit warnen und gegen den man mit entschiedenen staatlichen Gesetzen vorgehen muß … Tja, aber so ist das nun mal, auch wir in diesen aufgeklärten Zeiten brauchen nach wie vor den Teufel und damit das abgrundtief Böse, um uns so richtig wohl zu fühlen und auf der sicheren Seite zu wähnen. Oder wie titelte letztens die Berliner ZITTY – Rauchen macht einsam. Genau dies scheint mir der Sinn der ganzen Übung zu sein; die Raucher, diese elenden Luftverpester, sollen sich als zurückgebliebene, oralfixierte Süchtlinge erkennen, die rücksichtslos ihren Mitmenschen nach der Gesundheit trachten. Und wenn sie dann die Sucht überkommt, sollen sie anstandslos nach draußen gehen. So sieht er also aus, der neue Geßlerhut. Aber so ändern sich die Zeiten – plötzlich ist etwas zu eim Riesenproblem geworden, was über Jahrzehnte nie eins war, während andere Dinge als normal betrachtet werden, die früher als unmöglich oder nicht sehr schicklich galten. In diesem Zusammenhang muß man auch wissen, daß unter Peter dem Großen eine Zeitlang das Rauchen im ganzen Russischen Reich bei Todesstrafe verboten war. Und nicht lange danach machte Friedrich-Wilhelm I., der Soldatenkönig, der übrigens nie einen Krieg geführt hat und eher einfach lebte, sein Tabakskollegium auf. Aus dieser Zeit ist auch bekannt, daß im Petersdom in Rom geraucht werden durfte und zwar während der Messe. So gesehen dürfte es nicht das letzte Wort sein, daß in dieser Sache gesprochen ist. Ein Hoffnungsschimmer kam da vor zwei Wochen wohl aus Rheinland-Pfalz und der Beschluß des Gerichts hatte etwa den Tenor, daß in Abwägung der Interessen das Recht auf Existenz des Wirtes mit einer Einraum-Gaststätte dem NSG gegenüber als höherwertig einzustufen sei. Gut, daß die Juristen auch darauf kommen, aber eigentlich liegt es auf der Hand und gehört in den Bereich des gesunden Menschenverstands. Weil unsere tollen Picker, pardon Politiker nun überein gekommen sind, den Rauchern die Schuld zu geben an den stetig steigenden Gesundheitskosten und wohl am Niedergang allgemein und sie nach und nach mit drastischen Mitteln zum Abschwören zu bewegen, haben sie veranlaßt, das ganze Umfeld des Rauchens mit Warnungen vollzukleistern, wie auf den Zigarettenschachteln – RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN oder RAUCHER STERBEN FRÜHER usw. Ob eine solche Propaganda verfängt ? Glaub ich eher nicht; zu platt und zu plump die Sprüche und die fordertndaher eher zum Widerspruch oder zu einer Parodie heraus. Ob die Raucher wirklich früher sterben, dürfte von Fall zu Fall doch sehr verschieden sein, denn schließlich gibt es einige prominente Raucher, die noch im Greisenalter nicht von der geliebten Fluppe lassen wollen und eher ist das Gegenteil der Fall – die Raucher sterben nicht aus. In diesem Zusammenhang noch ein Schild aus Eos Wort- und Sprücheschmiede, das die den Herstellern aufgezwungene Warnung auf allen Tabakprodukten doch etwas relativiert oder anders gesagt: nicht nur rauchen kann tödlich sein; andere Vorlieben und Gewohnheiten eben auch.. Hier das Schild aus der Edition samasuras staubernte Riesige Risiken … dann doch irgendwie nach oben gerutscht

… die Summe der Laster …

20. Februar 2008

19. 2. 08, Di

Mit eim gewissen Augenzwinkern hörte ich vor langer Zeit einen klugen Mann sagen – Die Summe aller Laster bleibt konstant. Und wahrscheinlich ist es auch so, vielleicht einmal abgesehen von den großen Asketen, jenen Wüstenheiligen aus der Spätantike, dieser lang anhaltenden Dekadenzzeit. Aber selbst die wurden von immer ärgeren Halluzinationen und geilen Anwandlungen geplagt, je ärger sie ihre Askese trieben, so daß man bei den Wüstenheiligen, die sich von Heuschrecken und solchem Geziefer ernährten, gleichsam von wirklich wüsten Heiligen sprechen kann, denn das eine bedingt das andere. Der heilige Antonius mit seinen unheiligen Versuchungen ist ja noch heute dem ein’ oder anderen bekannt. Der animalische Lebenstrieb, der wegen einer fixen Idee ausgetrieben und der Tür verwiesen wird, kehrt durch die Hintertür heimlich wieder zurück. Damals, als ich den Spruch zum ersten Mal hörte, dachte ich auch gleich Askese is Käse, weil in solcher Totalität total gegen die Natur. Auf eine gewisse Zeit aber gewiß nicht von Übel, im Gegenteil. Aber so war es auch mit dieser Haltung der frei gewählten Abstinenz zu anfangs gedacht. In der römischen Spätzeit jedoch neigte man zu ungesunden Übertreibungen, und meinte auf diese Weise ein gar gottgefälliges und gottergebenes Leben zu führen, weil so weit vom Alltag und den profanen Dingen entfernt und enthoben. Solche Anwandlungen und Übertreibungen nehmen auch in unseren Tagen immer mehr zu. Eine Verrücktheit, eine Einseitigkeit und eine monokausale Erklärungsweise und Schuldzuweisung jagt die nächste. Einmal erklärt man der ungesunden Lebensweise den Kampf, dann dem unkorrekten Denken, schließlich der Unvernunft , den Vorurteilen, dem unsolidarischen Verhalten usw. und irgendwann allen diesen Abweichungen zusammen. Aber wie gesagt, die Summe der Laster bleibt (im wesentlichern) konstant. Wer mit dem Rauchen aufhört, sucht für gewöhnlich nach eim Ausweg und nascht; irgendwelche süße Sachen, die sich bald als neue Pfunde bemerkbar machen. So und nicht anders sagte es auch letztens der belesene Arzt am Rande der Nietzsche-Lesung und zwar stark auf Amerika bezogen (hier müßte nun ein Link zu Rammstein stehen – We’re all living in America, Amerika is wunderbar) . Dort habe die Kampagne gegen das Rauchen (und damit zuallererst gegen die zu Asozialen gestempelten Raucher) die Lust am Rauchen in der Bevölkerung doch merklich gedämpft. Das könnte vordergründig als Erfolg verbucht werden, doch die erhofften Einsparungen, die man durch die Vermeidung von Risikofaktoren erhofft hatte, blieben aus, denn was auf der einen Seite gespart würde, müßte auf der anderen Seite durch die Behandlung von extremem Übergewicht, ja Fettsucht und diesen Krankheiten, die im Gefolge der Anti-Raucher-Maßnahmen exorbitant gestiegen seien, für die Behandlung der davon ausgelösten Krankheiten wie Diabetes etwa auf der anderen Seite wieder draufgelegt werden. Und darum solch ein Theater. Fürwahr eine pseudowissenschaftliche Milchmädchenrechnung, die viel Verdruß macht, aber nur wenig oder gar nichts einbringt.

Zum Schluß noch etwas konkretes. Da doch einige, die auf die Seite kommen , nach lustigen Schildern das Thema Rauchverbot und Raucher betreffend Ausschau halten, möchte ich hier einen Klassiker hier einstellen. ‘Wer den Raucher nicht ehrt …’ hat so etwa die Maße 14×18 cm, ist ein steifes, wetterfestes Schild und kostet 2 Euro. Erschienen in der Edition samasuras staubernte. Dieser Spruch ziert auch das Januar-Blatt der Kalender-Sprüche. Eine Ansicht zum Herunterladen auf der Eo-Seit, siehe Bloggroll. Demnächst weitere Motive wie RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN u. a.

  

(Das Schild ist übrigens nicht grau, sondern in 3 verschiedenen Hintergrundfarben erhältlich; aber das gibt die PDF-Vorlage leider nicht her.)

 

Wer den Raucher nicht ehrt…