Posts Tagged ‘Passivrauchen’

…Hauptsache rauchfrei…

29. Januar 2010

 

Berlin, 28. 1. 10 – Do

 Am Rauchen haben sich seit jeher die Geister geschieden, dh. seit der Tabak, dies großartige Geschenk Amerikas an Europa, um mit Ernst Jünger zu reden,  (der noch im hohen Alter von 100 Jahren und darüber gerne in Gesellschaft genüßlich eine Zigarette inhalierte und trotzdem ein biblisches Alter in geistiger Wachheit und physischer Spannkraft erreichte), auf unserem Kontinent heimisch wurde. Und das dürfte so etwa ein halbes Jahrtausend her sein. Die einen wußten das Geschenk zu schätzen, während die anderen sich nichts daraus machten und dem neuen Brauch so ganz und gar nichts abgewinnen konnten. Statt Behagen und einer wohligen Atmosphäre, wie sie ja auch vom Weihrauch durchgängig durch ständiges Nachschwenken für die katholische Messe geschaffen wird <vor gut eim Monat in der prachtvollen Klosterkirche zu Ettal erlebt und eingesogen> und mit simplen, angenehm riechenden Räucherstäbchen privat herzustellen ist, sehen sie nur Rauch, <den hier zu erst geplanten Zusatz verkneife ich mir lieber – ffS = freiwillige fröhliche Selbstzensur> den sie stinkend schimpfen, weil er ihnen vielleicht mal in die Augen steigen könnte. Früher fühlten sich die Nichtraucher vom Rauch belästigt, weil sie die Schwaden nicht sehen und erst recht riechen mochten, heute aber kommen sie mit der Wissenschaft im Bunde und gebärden sich wie ehedem religiöse Eiferer, da sie das Rauchen in jeder Form und möglichst überall untersagen und als einen Anschlag auf die Gesundheit (Passivrauchen !) gewertet wissen wollen. Nein, so schnell stirbt man nicht. Aber Verbote und verschärfte Kontrollen jeder Art liegen voll im Trend. Scheint mir eher eine neue Form von Hysterie zu sein, die bei durchgängig rational gesteuerten Angepaßten ausgebrochen ist, weil sie die größere Gelassenheit, die vielen Rauchern einfach <aber wirklich ! Das ist so wahr, wie alles, was ich hier schreibe> innewohnt sowie der ausgeprägten Hang zur spontanen Kommunikation, einfach nicht ertragen können und daher als eine ständige Provokation empfinden. Diesen arroganten Kerlen mit der Kippe im Schnabel, wie in den alten Filmen noch immer zu sehen, einmal Paroli bieten, aber so richtig und sie in die Knie zwingen, wo wir doch alle rationalen Argumente auf unserer Seite haben. So ungefähr mögen sie gedacht haben, die Gründer der Antiraucher-Bewegung, die sich stets von den dynamischen Rauchern ins Abseits gedrängt fühlten, bei den Partys, am Arbeitsplatz und erst recht in Kneipen und Diskos. Solch permanente Zurücksetzung kann schon zu eim abgrundtiefen Haß führen. Als biedere, humorlose Rationalisten immer nur hintan stehen zu müssen, das wurmt gewaltig. Und so gingen sie fürderhin das Problem an und machten sich verbissen und mit Erfolg an die systematische Enträucherung des Gesellschaftslebens in der westlichen Welt. Was sie vertraten, war rational und durch und durch vernünftig und fand von Seiten der Medizin und der Wissenschaft anhaltend Zuspruch. Die rationalen Gründe verstanden sie mit akademischen Gebrabbel und statistischem Zahlengeklingel schon bald für sich zu vereinnahmen. Fast jeder Raucher gab auch bald mit leichtem Augenzwinkern zu, daß es unvernünftig sei zu rauchen, weil gesundheitsschädlich, er es aber fürs erste eben noch nicht lassen könne. Er würde imgrunde schon gerne damit aufhören, weil es ja ein Laster sei, aber er schaffe es noch nicht – die irrationalen Gründe seien anscheinend noch zu stark. Orale Fixierung, Ersatzhandlung, das genüßliche Saugen an der Zigarette als Ausdruck eines großen Defizits während der Säuglingsphase usw. lauteten die Strategien, um die Raucher zu disqualifizieren und zu regressiven Säug- und Süchtlingen abzustempeln. Aber wer weiß, vielleicht ist genau das Gegenteil richtig, und das Rauchen, oder wie es ganz zu Anfang hieß, das Tabak trinken, läßt stets aufs neue eine alte Urerinnerung an den Anbeginn der physischen Existenz aufblitzen, nämlich das wohlige Saugen an der Mutterbrust. Wir Raucher stehen nun einmal dazu, die anderen sollen es sich von mir aus verkneifen. Aber schon Martin Luther sagte und wußte, aus eim verkniffenen, bzw. verzagten Arsch fährt kein fröhlicher Furz. Wer einträglich mit seinen Mitmenschen leben will, muß das Prinzip Leben und Lebenlassen verinnerlichen. Wem es aber daran gebricht, der sollte sich auch nicht anmaßen, einen Modus oder Verhaltenskodex zu erstellen, nach welchem sich dann alle zu richten haben bzw hätten. Langweiler und Verbotsjünger sollte man von wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungen fernhalten, denn ihnen fehlt es sowohl an Verständnis als auch an Weitblick; und wenn man sie aber trotzdem in einflußreiche Sphären gelangen läßt, dann wird es fatal, denn sie betreiben und folgen nur ihrer eigenen Engstirnigkeit und Einseitigkeit und generieren für alle verbindlich nur ihre eigene Leere im Gefühl. Ja, statt sich den wirklichen Problemen mit Verve und Zielstrebigkeit zuzuwenden, hat man einen unseligen Kleinkrieg begonnen, der den Zusammenhalt zerstört und die Aufmerksamkeit gegenüber der Zukunftsgefahr vernebelt. Hauptsache rauchfrei – so deren Devise. Alles andere interessiert diese Leute nicht an der Zukunft. Rationale Kleingeister eben. Und mit solchen hatte es auch der olle Kestner zu tun, der sein Büchlein ‘Allerley Ergötzliches vom TABAC’ vor fast drei Jahrhunderten erscheinen ließ. Daraus die Vorrede und die Notwendigkeit, das Vergnügen am Rauchen in gleichgesinnter Gesellschaft zu verteidigen. Schon Kestner hatte mit diesen Heinis zu tun. 1715 war’s. Doch davon erst leider beim nächsten Mal. Aus aktuellem Anlaß, weil heute die künftigen Sanktionen, die sich die Eurokraken in Brüssel ausgedacht haben, bei BILD Online groß das Thema waren – Raucherpolizei – Aschenbecher-Verbot und Schauprozesse.
Übrigens war darüber in diesem Blogg hier schon einmal darüber zu lesen, und das vor gut anderthalb Jahren: Idiologen am Werk
 

Wer sich nach all den Bekloppt- und Behämmertheiten dieser Zeit zum Ausgleich nach etwas lustiger Entspannung sehnt, sollt noch hier klicken – zu Knut und zu Weiter Knut-Wetter.
 

 
 
 

 

 
 

…Musikspur: Johann Sebastian Bach – Air…

 
 

Zur Sprücheschmiede

 

 

…Zeit vergeht…

23. April 2009

 

22. 4. 09 Mi

 

Die Zeit vergeht und „es is scho spät“, wie mal ein östreichischer Liedermacher gereimt hat (glaube André Heller war’s) – und das gleich in doppelter oder dreifacher Hinsicht. Die verstrichene Zeit seit dem letzten Beitrag betreffend, die Uhrzeit grad im Moment (Mitternacht vorbei) und dann auch noch, was die Thematik angeht, nämlich wie lange schon dies leidige Thema die Gemüter bewegt. Konkret, daß Rauchen bzw. der Aufenthalt in rauchgeschwängerter Luft (in Neusprech Passivrauchen genannt) von staatswegen als gefährliche Körperverletzung eingestuft wird, weswegen es in öffentlichen Räumen und öffentlich zugänglichen Lokalitäten erst mal ausnahmslos verboten wurde. Nach dem Motto ‚Der Staat ist um die Gesundheit seiner Bürger besorgt und tut was‘. Wie schön; wenn er doch nur bei anderen, viel gravierenderen gesellschaftlichen Problemen und Fehlentwicklungen auch so wachsam wäre und ebenso entschlossen handeln würde ! Aber da heißt die Botschaft dann schlicht ‚Das müssen wir aushalten !‘ Nun, wer weiß, was ich meine, der versteht mich. Doch das ist ein anderes Thema; und zwar von wesentlich größerer Tragweite. Nur darf es eben nicht offen ausgesprochen und diskutiert werden. Wie gut, daß es die Raucher gibt, denn die kann man ungestraft an den Pranger stellen; die haben keine Lobby und keinen Zentralrat und werden auch nicht von irgendwelchen Ministern zu Konferenzen geladen… Aber sie sind für bestimmte politische Kreise das Feindbild par excellence. Und das seit etlichen Jahren wie diese lustig gesprochene Meldung aus NYC von 2003 (vor 6 Jahren also) zeigt:

Schade, Fehlanzeige. Hätte ich gerne gebracht.  Aber MP3 nimmt er nicht. Was kann man da tun ?  Ein Tip wäre nicht schlecht.

…Galerie der Raucher…

6. März 2009

Berlin, 6. 3. 09

Derzeit warten die Raucher schon sehnsüchtig auf den Frühling, was nur zu verständlich ist. Endlich wieder gemütlich draußen unter Menschen an eim Tisch sitzen und nicht mehr geduckt vor der Tür stehen müssen wie weiland Eckensteher Nante, nur weil man in gewissen Abständen gerne mal une cigarette  fümieren möchte. Eins muß man der Gegenseite, den hysterischen Rauchgegnern und Verbotsjüngern und -jungfern, allerdings lassen – sie haben ihr Ding  über die Jahre „still und leise“ (nein ganz im Ggenteil !)  vorangetrieben und dann die Politiker und anderen Strategen mit Statistiken, großen Versprechungen in puncto Kostenersparnis für die chronisch kranken Krankenkassen und mit sakrosankten, pardon sich wissenschaftlich nennenden Gutachten, die Gefährlichkeit des Passivrauchens betreffend, so nach und nach auf ihre Seite gebracht; nicht zuletzt weil sie sich als die Stimme der Vernunft und der Wissenschaft auszugeben vermochten und das zieht ja noch immer bei halbgebildeten Opportunisten, die sorgsam darauf achten, nur nicht die neuesten Trends zu verpassen. Dies war aber nur möglich, weil sie zuvor unermüdlich Wühlarbeit betrieben hatten, indem sie mit aggressiven Formulierungen das Image des Rauchers wie die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens unablässig ankratzten und nach und nach überall zum Thema machten. Ausgehend vom Testlabor der Moderne, ich meine Amerika, war es allmählich gar nicht mehr kuhl oder besonders schick zu rauchen und genüßlich an der Fluppe zu ziehen; Raucher waren mit eim Mal stinkende Luftverpester und galten fortan als extrem rücksichtslose Leute, die fahrlässig die Gesundheit friedlicher Bürger durch Passivrauchen aufs höchste gefährdeten. Wirklich ein geschickter Coup, das muß man diesen humorlosen Cräcks schon lassen, so nachhaltig innerhalb weniger Jahre die öffentliche Meinung umzukrempeln. In Abwandlung zu Wilhelm Busch gaben sie die simple Parole aus – Rauchen wird als störend empfunden, weil es mit stinkendem Rauch verbunden. Die Raucher haben sich zunächst nicht groß darum geschert, gewiß, sind notgedrungen den ein oder anderen Kompromiß eingegangen und haben sich auf ihre angestammten Plätze unter Gleichgesinnten in ihre Kneipe zurückgezogen und nach Obelix-Manier immer mal ‘Die spinnen, die Nichtraucher !’ geseufzt. Aber man war fortan mit eim schlechten Immitsch behaftet; und genau das ist das Problem bis heute. Dabei ist Rauchen eine kulturelle Errungenschaft, ein Kulturgut wie Musik, gutes Essen usw. und eine Quelle des Behagens und der Geselligkeit, wie es zB. auf meim Raucherschild ‘Rauchen kann gemütlich sein’ heißt. Was alles von diesen Knalltüten jedoch systematisch vom Tisch gewischt wird und so gar nicht in der Diskussion berücksichtigt wird. Überspitzt geht es denen nur um Süchtlinge, die man mit gewissen Repressionen vor sich selber bewahren müsse. Dies schlechte Image ist nun genau der Punkt, an dem angesetzt werden muß; und das gilt es nachhaltig zu verändern. Denn unter den Rauchern, egal ob man nun an lebende oder schon tote denkt, gibt es so viele Geistesgrößen und famose Gestalten, die dem Knaster frön(t)en, daß man sich als Raucher ob dieser Gemeinsamkeit alles andere als schämen muß. Langer Rede kurzer Sinn, damit man sieht, daß es bei weitem nicht die schlechtesten und unkreativsten Leute sind, die mit Genuß einen glimmenden Stengel zum Munde führen, möchte ich nun hier im Raucher-Club eine Galerie der Raucher einrichten. Der erste in dieser Reihe ist der ungemein vitale Gérard Depardieu, dieser urwüchsige Kelte, der in seinen Filmen immer so stark als ein Charakter, ja als ein ganzer Kerl präsent ist. Das Magazin vom deutsch-französischen Sender Arte hat sich im November wirklich etwas getraut – dafür Bravo – und den Genußmenschen Depardieu absolut stimmig in dieser eindeutigen Pose aufs Titelblatt gebracht. Die Redakteure mußten, wie es heißt, teils heftige Kritik von aufgehetzten Nichtrauchern entgegennehmen, die sich schon von eim Foto eines Rauchers belästigt fühlen, obwohl in eim solchen Falle von Passivrauchen überhaupt keine Rede sein kann.

Galerie der Raucher: Gerard Depardieu (Quelle: www.arte-magazin.de.

Galerie der Raucher: Gerard Depardieu (Quelle: http://www.arte-magazin.de.

 

 

 

…Rauchen kann gemütlich sein…

27. November 2008

Rauchen kann gemütlich sein

Rauchen kann gemütlich sein

Berlin, 27. 11. 08

Habe letztens einen falschen Fehler gemacht und das Schild RAUCHERKNEIPE erst ganz an den Schluß gesetzt. Aber ein Schild ist nun einmal dafür da, daß man es gut sieht und damit alsbald wahrnimmt. Und wie ich aus den Statistiken ersehen kann, ist RAUCHERSCHILDER mit einer der gefragtesten Suchbegriffe (neben RAUCHERCLUB, das natürlich mit großem Abstand führt), der auf diese Seite hier verweist. An Schildern, insbesondere witzigen und originellen die leidige Sache betreffend, scheint doch noch immer ein gewisser Mangel zu bestehen. Zu lange haben die Raucher ihre verbiesterten und so sachlich, nüchtern tuenden Widersacher nicht richtig ernst genommen und sich daher auch nie so recht träumen lassen, daß die rigorosen Vorstellungen dieser stark idiologisierten Leute einmal Gesetzeskraft erlangen würden. Die vorsätzliche Panikmache mit Kampfbegriffen wie „Passivrauchen“ entlockte den Rauchern zwar nur ein müdes Lächeln (schließlich erreichte meine Großmutter, um das einmal hier zu sagen, bei anhaltender körperlicher und geistiger Beweglichkeit bis fast zum Schluß das stattliche Alter von 88 Jahren und dies in eim Raucherhaushalt, in dem mal weniger und mal mehr gequalmt wurde), aber in den Medien und in der Öffentlichkeit wurde das „Passivrauchen“ als eine große Sache verkauft, als eine vorsätzliche Gesundheitsschädigung nämlich wenn nicht gar als lebensbedrohliche Vergiftung. Der Raucher wurde auf diesem Wege zu eim notorischen Umweltsünder und Luftverpester ersten Grades abgestempelt, der fortan nicht mehr in geschlossenen Räumen zu dulden sei …  Die Logik dahinter ist ziemlich kompromißlos und ebenso schlicht – wenn ein Raucher nicht anders kann und seim schädlichen Laster frönen mag, so soll er für die Zeit eben vor die Tür gehen, aber nicht  kultivierte Leute mit seim Qualm belästigen. An sich schon keine besonders höfliche Geste, doch jetzt, wo der Winter Einzug hält und die niedrigen Temperaturen erst einmal verdaut werden müssen, eine ziemliche Unverfrorenheit. Vielleicht feixen sie sich ja einen und sagen zu einander, seht wie mächtig wir sind; die ganzen uneinsichtigen Raucher, diese Primitivlinge, haben wir vor die Tür geschickt. Jetzt könnt ihr sie wieder schlotternd in Trauben auf dem Trottoir rumstehen sehen, wie sie hektisch an ihrem Glimmstengel ziehen. Da hört bekanntlich die Gemütlichkeit auf, denn mit dem Rauchen ist es wie mit den meisten Dingen; um sie richtig genießen zu können, braucht es auch Atmosphäre, ein gewisses Umfeld und natürlich auch die richtige Einstellung, die man selber mitbringen sollte – allesamt Faktoren, die sich vor der Tür bei klammen Fingern in der Regel nicht so leicht einstellen wollen. Dabei kann Rauchen so gemütlich sein, wenn eben das Umfeld stimmt und man dafür nicht vor die Türe gehen muß.
Und was das neue Schild oben angeht; nun diese ganze vermaledeite Dumm- und  Dumpfpropaganda, wie sie zwangsweise nun auf jeder Zigarettenschachtel stehen muß, reizt mich allemal zum Widerspruch, zumal der kulturelle und genießerische Aspekt beim Rauchen von offizieller Seite weder Erwähnung noch Beachtung findet und man allein mit aufgebauschten gesundheitlichen Risiken (Passivrauchen etc.) argumentiert. Die unterdrückten Facetten, die sehr wohl mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können, sind daher auf diesem Schild versammelt. Und hat auch einen optimistischen Schluß – statt dummer Angstparolen ‚Raucher sterben früher‘ heißt es aufmunternd – von wegen, die Raucher sterben nicht aus.
Das Schild ist in verschiedenen Größen zu haben (13 x 19 cm = 2 €) ebenso größer und kleiner (Preise auf Anfrage) auch als Postkarte (10 x 14 cm = 1 €)
Das Schild RAUCHERKNEIPE gibt es in unterschiedlichen Farben (rot, gelb, grau, blau) und ebenso in verschiedenen Ausführungen – RAUCHER; RAUCHERCLUB;  wie auch mit dem Zusatz ‚Zutritt ab 18 Jahre‘

…Idiologen am Werk…

14. Mai 2008

 

13. 5. 08

Wie man hier lesen kann, hab ich von Anfang an zu dieser Sachlage meine eigene Meinung (jaja sehr wohl, denn sonst stünde sie nicht hier) und in manchem auch eine höchst eigene Methode interessantes Material aufzutun; kurz, ich habe ein Faible für alte Zeitungen. Wirklich nicht uninteressant, sehr oft erhellend und zuweilen regelrecht frappierend. So war es denn auch vor einigen Tagen, als ich mir von dem großen Stapel eine alte Zeitung (die FAZ vom 31. 1. 07) zog und dann auf wundersame Weise fündig wurde,den Morgenkaffee in der Hand. Ein Artikel nämlich zum Thema, der wirklich keine Zweifel übrigläßt, was den wahren Charakter dieser Kampagne angeht, die da von volksfernen EUrokraten ausgeheckt und nun als Gesetz mit Verboten und Sanktionen über die Völker in der EU gestülpt wurde. Lapidar kann man sagen: Den Rauchern wird quasi von ‚höchster‘ Stelle offen der Krieg erklärt. Die hervorgehobene Beitext zum Bild von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou lautet unmißverständlich Gesundheitskommissar Markos KYPRIANOU will aus der Europäischen Union eine rauchfreie Zone machen.
Nicht der Nichtraucherschutz ist das Ziel sondern die Raucher sollen abgewickelt werden.
Nachtigall, ik hör dir trapsen. Wenn das kein Missionar ist ! In meinen Augen aber mehr ein Missionarr, der sich missionärrisch gebärdet. Da sind eindeutig Idiologen am Werk. Damit das nicht bloß so hingesprochen ist, hier paar Ausschnitte aus dem wunderbar deutlichen Artikel. Und als dieser in der Zeitung stand, glaubte man (als Raucher) ja noch, daß man derlei Geblubber nicht allzu ernst nehmen müsse.

Die EU fordert
umfassende Rauchverbote

Keine Ausnahmen für Gaststätten /
Schutz am Arbeitsplatz

31. 1. 07

hmk. BRÜSSEL, 30. Januar. EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou hat sich für ein umfassendes Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Restaurants in der Europäischen Union ausgesprochen. „Ich hoffe, dass es am Ende meiner Amtszeit in allen 27 Mitgliedstaaten und damit auch in den 16 Bundesländern ein solches Rauchverbot gibt“, sagte Kyprianou am Dienstag in Brüssel anlässlich der Präsentation eines Konsultationspapiers der Europäischen Kommission zur europäischen Raucherpolitik. …..
Die Mitgliedstaaten sollten sich bewusstmachen, dass Rauchverbote populär seien, sagte der Kommissar. Rund 80 Prozent der Europäer hätten sich in einer EU-Umfrage für Rauchverbote ausgesprochen. In Ländern, in denen es solche Verbote schon gebe, sei der Anteil noch höher. Nach Angaben von Kyprianou sterben jedes Jahr 80 000 Menschen an den Folgen des „Passivrauchens“, 20000 davon seien Nichtraucher.

Die Kommission kommt in dem Konsultationspapier zu dem Schluss, dass ein umfassendes Rauchverbot am Arbeitsplatz, in öffentlichen Räumen, Bussen und Bahnen sowie der Gastronomie der Gesundheit der Bevölkerung den größten Nutzen brächte. Angesichts der unwiderlegbaren Beweise, dass Zigarettenrauch den Raucher selbst und die Menschen in seiner Nähe schädige, könne daran kein Zweifel bestehen, sagte Kyprianou. Dabei müsse man auch über ein Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel nachdenken, an denen Menschen eng beieinanderstünden, zum Beispiel in der Nähe von Eingängen zu Gebäuden. Ein Vorteil eines umfassenden Verbots sei auch, dass es leichter durchgesetzt werden könne als ein Verbot mit Ausnahmen für bestimmte Gaststätten. Außerdem könne man den Menschen so leichter beibringen, dass Rauchen nicht normal ist.

 

Und die, die‘s noch immer tun und nicht lassen können, die Raucher also, wohl auch nicht. Dann meint er damit wohl unmißverständlich, daß die Raucher irgendwie alle plemplem sind. Und so einer ist dann für die Gesundheit zuständig Glaub, ich muß mich wiederholen, da sind – siehe Titel. Echt, harter Tobak. Und wenn es nach diesem da geht, soll auch das Rauchen im Freien verboten werden.

 

<kompletten Artikel gerne auf Anfrage>