…kein Feuer ohne Rauch…


 11. 3. 08 Di

Zum Rauchen läßt sich noch vieles sagen; vor allem viel Positives wie auch Symbolisches. Denn Rauchen hat zum einen immer mit Feuer zu tun (Wo Rauch da auch ein Feuer, bzw. wo Feuer ist, da ist auch Rauch. Altes Sprichwort) zum anderen aber mit Transformation dh. mit eim paraleel dazu ablaufenden Gestaltwandel. Was ich damit sagen will, das Feuer, bzw. die Nutzbarmachung desselben dürfte für die Evolution des Menschen ein wirklich qualtitativer Sprung gewesen sein, gewissermaßen eine Inizialzündung von ungeahnten Folgen. Denn durch das Feuer hat der Mensch seinen Lebensbereich enorm erweitern wie auch seine Lebensweise enorm verfeinern können. Das Feuer verhilft zu Wärme und Behaglichkeit, besonders in unwirtlichen Ländern und erleichtert außerdem doch sehr die Nahrungsverwertung, also die Verdauung; vom besseren Geschmack einmal ganz abgesehen. Unsere Vettern, die Schimpansen, die wie alle anderen Tiere vor Feuer zurückschrecken, kennen nur Rohkost und haben, um ihre ungegarte Kost zu verdauen , dicke Bäuche, weil sie dafür eben einige Meter Darm mehr benötigen. Und da der Vormensch im Feuer eine magische Kraft zu erkennen glaubte, hat er dem Feuer einen kultischen Wert besonderer Art zuerkannt und daher das Feuer sehr oft ins Zentrum der kultischen Handlung gestellt. Die frühen Formen des Opfers, um die Gottheit gnädig zu stimmen, waren Brandopfer. Auch heute in unseren ach so aufgeklärten Zeiten wird der Feuerkult noch immer mit Hingabe gepflegt. Dieses Jahr wieder medienwirksam zu erleben, wenn zu Ehren der soundsovielten Olympiade das olympische Feuer diesen Sommer in Peking entzündet wird. Der langen Rede kurzer Sinn – ohne das Feuer würde der Mensch auf einer ziemlich bescheidenen Kulturstufe sein Leben fristen; aber zum Feuer gehört notwendigerweise auch der Rauch. Das eine nicht ohne das andere, womit wir wieder beim Rauchen und damit bei den Rauchern wären. Kann man nicht das Rauchen als ein lebendiges Relikt, als eine rudimentäre Form einer Kulthandlung bestehen lassen ? Und zwar als eine Kulthandlung, die auf eine, wenn auch ziemlich profane Art, unmittelbar Gemeinschaft stiftet, gerade in diesen Zeiten, wo den Rauchern starker Wind ins Gesicht bläst. Demnächst ein interessanter Abschnitt von Ernst Jünger zu diesem derzeit so sehr in die Kritik und Verfolgung geratenen ‘Geschenk Amerikas an Europa‘.  Aber bis dies da steht, gibt es noch eine Lesung im LI-LA Literatur-Laden, bei der es nicht explizit um die Raucherproblematik geht, doch das Raucherthema mindestens peripher-tangenziell gestreift wird. Es geht dabei nicht so sehr ums Rauchen, vielmehr ums Rauchen im Quadrat. Hier nun kurz der Termin; für die ausführliche Beschreibung und Einladung auf eos-o-ton, den Blogg des Freestyle-Philosophen klicken.

Am Freitag den 14 . März 08 um 20.15 Uhr
im LI-LA Literatur-Laden
in Berlin-Charlottenburg –
Wilmersdorfer Str. 9

Ernst Jünger – ‚Annäherungen‘ (II)

Zeitlos aktuelle Gedankengänge des Jahrhundert-Autors
zu eim gesellschaftlich umstrittenen Thema; es geht dabei,
wie der Untertitel lautet; um ‚Drogen und Rausch‘.
Eo Scheinder liest eine Auswahl. Schwerpunkt der Lesung:
‚Die Pflanze als autonome Macht‘

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

Eintritt: 4 Euro,
erm. : 3 Euro.

Kartenvorbestellung:
Email: autor@eoscheinder.de
oder Tel. 030 / 344 45 59

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